Drehplan
Der Drehplan legt fest, welche Szenen an welchem Tag in welcher Reihenfolge gedreht werden und mit wem — fast nie in der Reihenfolge der Geschichte.
Worum es geht
Drehpläne entstehen rückwärts aus Zwängen: Das Motiv ist nur Dienstag frei, der Schauspieler reist Donnerstag ab, die Sonne geht um sechs unter. Die Regieassistenz gruppiert Szenen nach Motiv, Cast und Licht, wägt Fahrtwege gegen Überstunden ab und verteidigt das Ergebnis dann täglich. Ein Drehplan ist ein lebendes Dokument — Wetter, Krankheit und zähe Tage schreiben ihn um —, aber jede Änderung zieht durch Dispo, Buchungen und Budget. Deshalb ändert ihn eine Person, nicht viele.
Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.
Was hier anders läuft
Konkret heißt das in der Planung:
- Szenen werden nach Motiv und Lichtsituation gruppiert; Umzüge und Umbauten sind die stillen Zeitfresser.
- Drehplan und Dispo sind zwei Dokumente: Der Drehplan umfasst den ganzen Dreh, die Dispo einen Tag.
- Ein Day out of Days zeigt, ob der Plan bezahlte Wartetage beim Cast produziert.
Mit TillyGen
TillyGen baut den Drehplan aus der Shotlist und hält ihn mit Storyboard und Tagesdispos synchron.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Warum wird nicht chronologisch gedreht?
Weil Motive, Cast-Verfügbarkeit und Licht die Kosten bestimmen. Alle Szenen eines Motivs am Stück zu drehen spart Umzüge, Umbauten und Miettage.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.