Drehverhältnis
Das Drehverhältnis ist das Verhältnis zwischen allem, was du aufnimmst, und dem, was im Film landet — 10:1 heißt zehn gedrehte Minuten für eine genutzte.
Worum es geht
Die Produktion nutzt das Verhältnis als Planungszahl: Es prognostiziert Karten- und Speicherbedarf, DIT-Stunden und Schnittdauer. Genres unterscheiden sich stark — ein eng geboardeter Werbespot bleibt schlank, Doku und Improvisation klettern hoch, Multikamera multipliziert alles. Am Set wird das Verhältnis zur Disziplin: Eine Regie, die fünfzehn Takes einer sicheren Großaufnahme dreht, gibt das Verhältnis dort aus, wo es nichts kauft. Im Schnitt bedeutet ein unerwartet hohes Verhältnis längeres Sichten, bevor der erste Cut existiert.
Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.
Was hier anders läuft
Konkret heißt das in der Planung:
- Das Verhältnis ist ein Mittelwert über den Dreh; einzelne Szenen dürfen es begründet sprengen.
- Digital hat hohe Verhältnisse beim Aufnehmen billig gemacht — nicht beim Sichten, Sortieren und Sichern.
- Kein Qualitätsmaß in beide Richtungen: Niedrig kann vorbereitet heißen, hoch kann suchend heißen.
Mit TillyGen
Eine vollständige TillyGen-Shotlist macht das erwartete Drehverhältnis früh sichtbar: geplante Shots und Takes statt einer Schätzung beim Wrap.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Was ist ein normales Drehverhältnis?
Ein einziges Normal gibt es nicht: Geboardete Spots bleiben oft einstellig, szenisches Drama liegt in der Mitte, Doku kann sehr hoch gehen. Plane Speicher für dein Genre, nicht für einen Durchschnitt.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.