Filmklappe

Die Filmklappe ist das Brett mit klappbaren Sticks, das Takes identifiziert und einen Sync-Punkt setzt.

Worum es geht

Ein Augenblick, in dem ein scharfer Ton auf ein sichtbares Bild trifft — mehr braucht Synchronisation nicht, und genau das liefern die schließenden Sticks. Das Brett selbst trägt die geschriebene Identität des Takes, zwischen den Setups von der zweiten Kameraassistenz aktualisiert. Digitale Varianten ergänzen eine laufende Timecode-Anzeige, sodass die Post auch ohne Schlag nach Zahlen anlegen kann. Auf sensiblen Sets wird abseits der Gesichter und leise geklappt, wenn Kinder oder Tiere nah sind; das Prinzip bleibt gleich.

Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.

Was hier anders läuft

Konkret heißt das in der Planung:

  • Der Schlag muss scharf und sichtbar sein — halbherziges Schließen verfehlt den Zweck
  • Timecode-Klappen lassen die Post nach Zahlen anlegen, wenn der Schlag unbrauchbar ist
  • Das Brett bei jedem Setup aktualisieren; eine falsche Szenennummer führt wochenlang in die Irre

Mit TillyGen

Dispo und Shotlist aus TillyGen geben der zweiten Kameraassistenz die Szenennummern von morgen vorab — die Klappe startet schon korrekt in den Tag.

Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.

Häufige Fragen

Braucht es die Filmklappe trotz Timecode-Sync noch?

Meist ja. Sie bleibt das sichtbare Take-Etikett im Material und ein Rückfall-Syncpunkt, wenn Boxen ausfallen — und kostet Sekunden pro Take.

Warum sind die Sticks gestreift?

Das Kontrastmuster macht das exakte Kontaktbild beim bildweisen Durchgehen leicht erkennbar — bei jedem Licht.

Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?

Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.

Lassen sich die Ergebnisse exportieren?

Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.