Rüst- und Abbauzeit
Rüst- und Abbauzeit sind die Stunden, die ein Gewerk am selben Drehtag vor der ersten und nach der letzten Einstellung arbeitet.
Worum es geht
Deshalb ist der Drehtag immer länger als die Drehzeit. Bühne und Beleuchtung kommen vor dem allgemeinen Call zum Abladen und Rüsten, die Kamera baut auf und prüft, und am Ende wickeln dieselben Leute noch Kabel, wenn die Besetzung längst weg ist. Diese Stunden zählen zur Arbeitszeit und zum Turnaround — genau hier gehen unerfahrene Pläne schief: Eine Crew mit Call um sieben und Drehschluss um neunzehn Uhr hat keinen Zwölfstundentag, wenn der Wagen erst um zwanzig Uhr gepackt ist. Deshalb bekommen Gewerke eigene, gestaffelte Call-Zeiten.
Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.
Was hier anders läuft
Die Punkte, an denen sich das von anderen Fällen unterscheidet:
- Rüst- und Abbauzeit liegen innerhalb eines Drehtags; der Vorbereitungstag ist ein eigener Buchungstag mit eigenem Satz.
- Call-Zeiten der Gewerke im Plan staffeln, statt Teams unbezahlt und unerfasst früher anrücken zu lassen.
- Die Abbauzeit unterschätzen alle — und genau sie entscheidet, ob der Call von morgen verschoben werden muss.
Mit TillyGen
TillyGen plant Gewerke-Calls mit Rüst- und Abbauzeit, damit die Tageslänge im Plan der tatsächlich gearbeiteten Zeit entspricht.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Zählen Rüst- und Abbauzeit zum Turnaround?
Ja. Der Turnaround läuft ab dem tatsächlichen Arbeitsende, und das ist bei Bühne, Beleuchtung und Kamera nach dem Verladen, nicht nach dem letzten Take.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.