Straßencasting

Straßencasting heißt, Laiendarsteller im echten Leben zu finden statt über Agenturen und Castingplattformen.

Worum es geht

Mode, dokumentarisch erzählte Werbung und Musikvideos leben davon: Skater im Park, eine echte Bäckerin, ein Gesicht mit Geschichte, das in keiner Agenturkartei steht. Der Preis zeigt sich am Drehtag. Laien treffen ihre Markierung selten zweimal gleich, ermüden schneller bei Wiederholungen, und niemand hat ihnen erklärt, was ein Buyout ist. Gutes Straßencasting kalkuliert deshalb eine Scouting-Zeit ein, ein echtes Gespräch über Nutzung und Gage, einen kurzen Test vor der Kamera und eine Regie, die die Szene um die Person herum baut statt gegen sie.

Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.

Was hier anders läuft

Konkret heißt das in der Planung:

  • Nutzung, Gebiet und Dauer vor der Unterschrift in klarer Sprache erklären — informierte Zustimmung ist der Sinn der Freigabe.
  • Straßencasting ist keine Komparserie: Komparsen füllen den Hintergrund, gecastete Laien tragen eine Einstellung und werden geführt.
  • Puffer einplanen. Menschen ohne Drehroutine sagen ab, kommen zu spät oder überlegen es sich vor der Kamera anders.

Mit TillyGen

TillyGen führt gecastete Laien mit Szenen, Terminen und Freigabestatus, damit nichts am Gedächtnis einer einzelnen Person hängt.

Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.

Häufige Fragen

Brauchen gecastete Laien eine schriftliche Freigabe?

Ja, und sorgfältiger als Profis, weil keine Agentur die Bedingungen prüft. Gage, Nutzung, Gebiet und Dauer gehören schriftlich fixiert.

Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?

Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.

Lassen sich die Ergebnisse exportieren?

Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.