Timecode

Timecode ist ein bildgenaues Uhrsignal, das jedem aufgenommenen Frame eine eindeutige Adresse gibt.

Worum es geht

Alles nach dem Dreh hängt am Timecode: Ton an Bild synchronisieren, Proxys den Kameraoriginalen zuordnen, einen Schnitt aufs hochaufgelöste Material conformen und Notizen auf exakte Momente beziehen. Am Set läuft er meist als Tageszeit — eine Notiz von 14:32 zeigt direkt ins Material. Kameras und Recorder driften über Stunden auseinander, weshalb ernsthafte Produktionen tagsüber neu jammen oder alle Geräte an eine Sync-Quelle hängen.

Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.

Was hier anders läuft

Die Punkte, an denen sich das von anderen Fällen unterscheidet:

  • Tageszeit-Timecode macht Setnotizen im Material auffindbar
  • Geräte driften — nach der Mittagspause neu jammen, nicht nur zum Drehbeginn
  • Timecode identifiziert Frames; Geräte synchronisiert er nicht von allein

Mit TillyGen

Review-Notizen in TillyGen zeigen auf exakte Momente im Schnitt — das funktioniert nur, weil Timecode jedem Frame eine Adresse gibt.

Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.

Häufige Fragen

Sollten alle Kameras denselben Timecode führen?

Ja — alle Kameras und Recorder aus einer Quelle jammen, meist als Tageszeit, und im Laufe des Tages neu jammen, weil interne Uhren driften.

Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?

Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.

Lassen sich die Ergebnisse exportieren?

Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.