Slate
Slaten ist die Routine, jeden Take vor dem Einsatz auf Bild und Ton zu identifizieren.
Worum es geht
Die Slate trägt die Metadaten, von denen die Post lebt: Produktion, Szene, Einstellung, Take, Datum, Bildrate, Tonrolle. Die zweite Kameraassistenz zeigt sie in die Optik, angesagt wird für den Recorder, die Sticks schließen für den Sync. Endklappen — am Take-Ende kopfüber gezeigt — decken Situationen ab, in denen eine Klappe am Anfang den Moment zerstören würde. Schlampiges Slaten tut am Drehtag nicht weh; es tut drei Wochen später weh, wenn der Schnitt durch Material scrollt, das niemand zuordnen kann.
Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.
Was hier anders läuft
Konkret heißt das in der Planung:
- Deutlich für den Ton ansagen, lesbar für die Kamera zeigen — die Slate bedient zwei Aufzeichnungen zugleich
- Endklappen werden kopfüber gehalten und als solche angesagt
- Nummerierung konsistent mit dem Script/Continuity-Bericht halten — ein System, keine Ausnahmen
Mit TillyGen
Szenen- und Einstellungsnummern aus der TillyGen-Shotlist sind dieselben, die auf der Klappe stehen — Planungsdokumente und Muster sprechen eine Sprache.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Was gehört neben Szene und Take auf die Klappe?
Produktionsname, Regie, Kamera, Datum, Bildrate, Tonrolle und Vermerke wie MOS oder Endklappe. Alles, was die Post sonst raten müsste.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.