Überbelichtung

Überbelichtung entsteht, wenn Bildteile mehr Licht bekommen, als der Sensor aufzeichnen kann — diese Flächen fressen zu strukturlosem Weiß aus.

Worum es geht

Clipping ist der eine Belichtungsfehler, den kein Grading repariert — deshalb behandelt das Set ihn als harte Grenze. Der Operator beobachtet Zebra an der Clipping-Schwelle, der DIT bestätigt am Waveform, denn ein einzelner ausgefressener Farbkanal kann in einer Fläche stecken, die noch in Ordnung aussieht. Kostüm und Szenenbild gehören zur Lösung: ein Stoff, der in der Vorbereitung von reinem Weiß auf Gebrochenweiß wechselt, spart dem Gaffer eine Stunde Abfahnen.

Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.

Was hier anders läuft

Konkret heißt das in der Planung:

  • Clipping ist irreversibel: Sobald ein Kanal am Anschlag ist, steckt keine Zeichnung mehr in der Datei.
  • Ein Kanal kann ausfressen, während die anderen beiden halten — das zeigt sich als Farbstich, nicht als weiße Fläche.
  • Hell, aber nicht geclippt ist kein Fehler: Lichter dicht unter der Grenze mit Zeichnung sind in Log normal.

Mit TillyGen

Wenn die Motiv-Notizen in TillyGen ein helles Fenster markieren, reserviert der Drehplan Rigging-Zeit für Folie oder ND, bevor das erste Setup steht.

Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.

Häufige Fragen

Ist ein ausgefressenes Fenster immer ein Fehler?

Nein, viele Looks lassen es bewusst weiß laufen. Zum Fehler wird es, wenn der Shot gegen eine Auflösung schneidet, in der dasselbe Fenster noch zeichnet.

Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?

Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.

Lassen sich die Ergebnisse exportieren?

Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.