Kundengeschichte
Die Kundengeschichte dreht die Case Study um: statt eines belegten Projekts folgt sie einem Menschen — und das Produkt bleibt Nebendarsteller.
Worum es geht
Die Backstube um fünf Uhr früh, der Hof zur Ernte, die Werkstatt vor dem ersten Kunden: Eine Kundengeschichte verdient Aufmerksamkeit, indem sie ein wirklich sehenswertes Portrait von Arbeit und Leben eines Menschen ist — mit deinem Produkt dort eingewoben, wo es wahrhaftig hingehört. Dieser erzählerische Anspruch trennt sie von der direkten Empfehlung des Testimonials und der Problem-Lösung-Logik der Case Study. Die planerische Folge: Der Tag richtet sich nach der echten Routine der Hauptperson, nicht nach einer Shotlist von Produktmomenten — kleine dokumentarische Crew, lange Präsenz vor Ort, und ein Erzählbogen, der aus Recherchegesprächen entsteht, bevor jemand reist.
Das Format entscheidet über Umfang, Crew und Zeitrahmen — und zwar bevor das erste Motiv besichtigt ist.
Was hier anders läuft
Konkret heißt das in der Planung:
- Der echte Tag der Hauptperson setzt den Plan: passiert die interessante Arbeit im Morgengrauen, ist Drehbeginn im Morgengrauen — die Geschichte lässt sich nicht in Bürozeiten verlegen
- Erzähl-Beats entstehen aus Recherchegesprächen und werden vor Ort verifiziert — der Plan hält ein Rückgrat und bleibt offen für bessere Momente
- Produktpräsenz wird im Plan dosiert: eine feste Zahl organischer Auftritte, denn ein erzwungener Insert kann die Glaubwürdigkeit des Films kippen
- Beobachtendes Drehen braucht Coverage-Disziplin — Sequenzen mit Anfang und Ende, nicht Stunden Atmosphäre, die sich zu nichts schneiden
Was der Plan liefern muss
Ein Produktionsplan ist für dieses Gewerk dann brauchbar, wenn er das hier hergibt:
- Eine Story-Skizze mit dem beabsichtigten Bogen und den Momenten, die es dafür geben muss
- Einen Tagesplan entlang der echten Routine der Hauptperson, inklusive früher oder später Fenster
- Ein Einwilligungspaket für die Person, ihr Gelände, Umstehende und erkennbare Kundschaft
Typische Stolperstellen
Was in der Praxis am häufigsten schiefgeht:
- Die Hauptperson in geskriptete Sätze dirigieren, bis das Portrait wie ein Werbetext klingt
- Den Besuch so eng takten, dass nur gestellte Momente passen und nichts Echtes passieren kann
- Eine Hauptperson nach Jobtitel auswählen statt danach, ob sie vor der Kamera sie selbst sein kann
Mit TillyGen
TillyGen macht aus Recherchenotizen eine Story-Skizze und einen Tagesplan entlang der Routine, mit dosierten, markierten Produktmomenten — Struktur für einen Dreh, der offen für die Wirklichkeit bleiben muss.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Wie viele Drehtage braucht eine Kundengeschichte?
Ein voller Tag mit der Hauptperson ist das Minimum; ein zweiter entspannt alle und fängt, was der erste verpasst hat. Das beste Material kommt meist, wenn die Kamera nichts Neues mehr ist.
Was unterscheidet sie vom Testimonial?
Ein Testimonial spricht die Empfehlung in Minuten in die Kamera. Die Kundengeschichte verdient dasselbe Vertrauen indirekt — über ein sehenswertes Portrait: mehr Aufwand, längere Haltbarkeit, leiserer Verkauf.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.