Erste Regieassistenz

Die erste Regieassistenz macht aus einer Shotlist einen Tag, der pünktlich endet.

Worum es geht

Die Regieassistenz ist die einzige Person am Set, die dafür bezahlt wird, drei Setups vorauszudenken. Alles, was den Tag trägt — Reihenfolge, Gruppierung, wann das Außenmotiv liegt — wird entschieden, bevor die Disposition rausgeht.

Jedes Gewerk braucht denselben Plan in einer anderen Ansicht. Genau daran scheitern Dokumentensammlungen: Sie bedienen immer nur eine Perspektive gut.

Was hier anders läuft

Die Punkte, an denen sich das von anderen Fällen unterscheidet:

  • Das erste Setup des Tages dauert etwa doppelt so lang wie ein durchschnittliches
  • Eine Mittagspause kostet 75 bis 90 Minuten Drehzeit, bis alles wieder steht
  • Kamera-Wrap liegt 30 bis 45 Minuten vor Crew-Wrap

Was der Plan liefern muss

Ein Produktionsplan ist für dieses Gewerk dann brauchbar, wenn er das hier hergibt:

  • Setups nach Kameraposition gruppiert, nicht nach Szenenreihenfolge
  • Tageslicht und blaue Stunde am Tag selbst, nicht in einer zweiten App
  • Mittagspause und Company Moves bereits von der Drehzeit abgezogen
  • Eine Disposition, die sich bei Planänderung neu erzeugt

Typische Stolperstellen

Was in der Praxis am häufigsten schiefgeht:

  • Das komplexeste Setup direkt nach der Mittagspause legen
  • Im November das Außenmotiv ans Tagesende legen

Mit TillyGen

TillyGen baut den Tag gegen echte Randbedingungen — Tageslicht, Wege, Turnaround — und markiert das Setup, das nicht mehr passt, bevor die Disposition gedruckt wird.

Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.

Häufige Fragen

Wie viele Setups passen in einen Zehn-Stunden-Tag?

Bei einer Werbecrew realistisch 12 bis 18 — nicht die 30, die eine Shotlist oft nahelegt. Mit jedem Company Move sinkt die Zahl deutlich.

Wann gehört das Außenmotiv in den Plan?

So früh am Tag, wie das Licht es zulässt — besonders im Winter. Ein Außenmotiv am Ende eines Novembertages ist das Erste, was eine Verzögerung streicht.

Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?

Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.

Lassen sich die Ergebnisse exportieren?

Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.