Regie
Die Regie entscheidet, was der Film ist; alles andere entscheidet, ob er drehbar ist.
Worum es geht
Das Nützlichste, was die Regie aus der Produktion bekommen kann, ist eine frühe, ehrliche Antwort auf „passt das in den Tag". Späte Antworten machen aus kreativen Entscheidungen Schadensbegrenzung.
Jedes Gewerk braucht denselben Plan in einer anderen Ansicht. Genau daran scheitern Dokumentensammlungen: Sie bedienen immer nur eine Perspektive gut.
Was hier anders läuft
Die Punkte, an denen sich das von anderen Fällen unterscheidet:
- Der Auflösungsstil bestimmt die Shotzahl stärker als die Laufzeit
- Fünf Einstellungen aus einer Kameraposition sind ein Setup, nicht fünf
- Eine Einstellung, die nur in einem Lichtfenster funktioniert, gehört an den Anfang des Plans, nicht ans Ende
Was der Plan liefern muss
Ein Produktionsplan ist für dieses Gewerk dann brauchbar, wenn er das hier hergibt:
- Eine Shotlist, die ihre eigenen Kosten in Setups zeigt
- Referenzen, die an den Einstellungen bleiben, die sie inspiriert haben
- Auflösungsentscheidungen sichtbar als Planfolgen
- Eine Markierung, wenn eine kreative Änderung eine Einstellung weiter hinten bricht
Typische Stolperstellen
Was in der Praxis am häufigsten schiefgeht:
- Vertikale Formate erst nach dem Dreh entscheiden
- Eine Shotlist freigeben, ohne zu wissen, wie viele Setups sie bedeutet
Mit TillyGen
TillyGen schreibt die Shotlist aus dem Konzept und zeigt sofort, was sie an Setups und Tagen kostet.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Woran erkenne ich, ob meine Shotlist realistisch ist?
Rechne sie in Setups um, nicht in Einstellungen, und teile durch 12 bis 18 pro Tag. Überrascht dich das Ergebnis, ist die Liste noch nicht realistisch.
Muss die Shotlist vor dem Dreh final sein?
Sie muss kalkuliert sein, nicht final. Entscheidend ist zu wissen, wie viele Setups sie bedeutet — Änderungen am Drehtag sind normal, Überraschungen bei der Setup-Zahl nicht.
Was kostet eine zusätzliche Kameraposition wirklich?
Ein Setup — an einem Werbedrehtag zwischen 30 und 50 Minuten inklusive Umleuchten. Fünf Einstellungen aus dieser einen Position kosten nichts extra; eine Einstellung aus fünf Positionen kostet den halben Nachmittag.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.