Motion Design

Titel, Bauchbinden und Screen-Replacements brauchen Platz im Bild.

Worum es geht

Typo und Animation müssen in Bildern leben, die Wochen vorher komponiert wurden. Motion Design nach dem Dreh geplant arbeitet mit Restfläche — vorher geplant mit reservierter Fläche.

Jedes Gewerk braucht denselben Plan in einer anderen Ansicht. Genau daran scheitern Dokumentensammlungen: Sie bedienen immer nur eine Perspektive gut.

Was hier anders läuft

Die Punkte, an denen sich das von anderen Fällen unterscheidet:

  • Eine Bauchbinde braucht am Set kadrierten Leerraum; in ein volles Bild gequetschte Typo wirkt wie eine Reparatur
  • Screen-Replacements wollen ein festes Stativbild und Tracking-Marker — beides kostet am Set eine geplante Minute
  • Jedes zusätzliche Seitenverhältnis verschiebt die Zonen, in denen Typo leben darf

Was der Plan liefern muss

Ein Produktionsplan ist für dieses Gewerk dann brauchbar, wenn er das hier hergibt:

  • Grafikzonen im Storyboard markiert
  • Feste Stativbilder und Marker für Replacements eingeplant
  • Die komplette Format-Matrix vor der Kadrierung
  • Schriften, Farben und Logos vor dem Schnitt gesammelt

Typische Stolperstellen

Was in der Praxis am häufigsten schiefgeht:

  • Jedes Bild eng kadrieren und beim Packshot merken, dass Luft fehlt
  • Vertikale Fassungen von Grafiken liefern, die nur für 16:9 entworfen wurden

Mit TillyGen

In TillyGen markiert das Storyboard Grafikzonen pro Einstellung — das Bild reserviert Platz, bevor jemand es leuchtet.

Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.

Häufige Fragen

Was sollte eine Shotlist für spätere Grafik vermerken?

Welche Einstellungen Typo, Logos oder Replacements tragen — und wo im Bild. Die Kamera kadriert dann Luft an die richtige Stelle, statt dass die Grafik später Platz suchen muss.

Warum brechen Bauchbinden im vertikalen Beschnitt?

Weil 9:16 genau die Seiten eines 16:9-Bilds entfernt, auf denen Typo klassisch sitzt. Vertikal braucht eigene Text-Zonen — geplant, nicht gerettet.

Wann braucht Motion Design das Storyboard?

Bevor es eingefroren wird. Grafik, die im Board mitgedacht ist, bekommt kadrierten Raum; Grafik, die danach kommt, bekommt den Rest.

Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?

Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.

Lassen sich die Ergebnisse exportieren?

Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.