Script/Continuity
Außer der Reihe gedreht bleibt ein Film nur stimmig, wenn jemand mitschreibt.
Worum es geht
Gedreht wird in der Reihenfolge, die günstig ist, nicht in der, die erzählt wird. Jemand muss die erzählte Reihenfolge im Kopf behalten, während die günstige passiert — das ist Script/Continuity, und es funktioniert nur mit einem Plan als Referenz.
Jedes Gewerk braucht denselben Plan in einer anderen Ansicht. Genau daran scheitern Dokumentensammlungen: Sie bedienen immer nur eine Perspektive gut.
Was hier anders läuft
Die Punkte, an denen sich das von anderen Fällen unterscheidet:
- Jede außer der Story-Reihenfolge gedrehte Szene vervielfacht die Anschlusspunkte pro Setup
- Der Tagesbericht gleicht geplante Auflösung mit dem ab, was wirklich auf den Karten liegt
- Blickachsen und Handlungsrichtung entscheiden sich beim Blocking; später heißt Korrektur Nachdreh, nicht Grading
Was der Plan liefern muss
Ein Produktionsplan ist für dieses Gewerk dann brauchbar, wenn er das hier hergibt:
- Die Drehreihenfolge neben der Erzählreihenfolge
- Eine Shotlist mit Auflösungsstatus für alle sichtbar
- Blocking-Entscheidungen festgehalten statt erinnert
- Anschlussfotos an Szenen, nicht an einem Handy
Typische Stolperstellen
Was in der Praxis am häufigsten schiefgeht:
- Anschlussfotos als privates Archiv behandeln statt als geteiltes
- Takes protokollieren, ohne zu vermerken, welche die Regie markiert hat
Mit TillyGen
TillyGen zeigt Szene, Shot und Drehplan in einer Ansicht — abgehakte Auflösung sieht die ganze Produktion, nicht ein Notizbuch.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Was braucht Script/Continuity vor Tag eins?
Die Drehreihenfolge neben der Erzählreihenfolge, die Shotlist mit ihrer Auflösungsabsicht und die Blocking-Entscheidungen, die Blickachsen fixieren. Alles Weitere baut auf diesen dreien auf.
Warum zählt die Drehreihenfolge für den Anschluss?
Weil Requisiten, Kostümzustände und emotionale Ebenen zu Szenen passen müssen, die Tage auseinander gedreht wurden. Je weiter die Reihenfolge springt, desto mehr ist pro Setup zu prüfen.
Wer liest den täglichen Continuity-Bericht?
Zuerst der Schnitt — er sagt, welche Takes markiert wurden und warum. Auch die Produktion liest ihn, denn er ist das früheste schriftliche Protokoll dessen, was der Tag wirklich geschafft hat.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.