Szenenbild

Bauten entstehen, werden eingerichtet und abgebaut an Tagen, die kein Drehtag sieht.

Worum es geht

Was die Kamera sieht, muss an Tagen gebaut, eingerichtet und abgebaut werden, die kein Publikum je sieht. Der Kalender des Szenenbilds beginnt früher und endet später als der Drehplan — und bricht leise, sobald der sich bewegt.

Jedes Gewerk braucht denselben Plan in einer anderen Ansicht. Genau daran scheitern Dokumentensammlungen: Sie bedienen immer nur eine Perspektive gut.

Was hier anders läuft

Konkret heißt das in der Planung:

  • Ein Set wird für die Achsen der Shotlist eingerichtet, nicht für den ganzen Raum
  • Bau, Einrichtung und Rückbau brauchen eigene Kalendertage — vor und nach dem Team
  • Die Rückkehr an ein Set an einem späteren Tag heißt Fotodokumentation oder sichtbare Drift

Was der Plan liefern muss

Ein Produktionsplan ist für dieses Gewerk dann brauchbar, wenn er das hier hergibt:

  • Achsen pro Set, bevor die Einrichtung beginnt
  • Bau- und Rückbautage im Kalender geschützt
  • Planänderungen ans Gewerk gemeldet statt von ihm entdeckt
  • Setfotos an Szenen verknüpft für spätere Drehtage

Typische Stolperstellen

Was in der Praxis am häufigsten schiefgeht:

  • 360 Grad einrichten, wenn die Auflösung 90 nutzt
  • Den Rückbautermin fixieren, bevor über Pickup-Shots gesprochen wurde

Mit TillyGen

Weil TillyGen Shots mit Sets verknüpft, sieht das Szenenbild, welche Ecken eines Motivs die Auflösung wirklich berührt.

Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.

Häufige Fragen

Wie viel eines Motivs muss wirklich eingerichtet werden?

Genau das, was die Achsen der Shotlist sehen, plus Spielraum für spontane Umkadrierungen. Ohne Shotlist lautet die ehrliche Antwort: alles — und das ist die teure Antwort.

Was passiert im Szenenbild, wenn Szenen zwischen Tagen wandern?

Einrichtungs-Standby, Requisitenlogistik und Rückbautermine wandern mit. Eine verschobene Szene ist ein verschobener Set-Zustand — das Gewerk muss davon vor dem Truck erfahren.

Wann braucht das Szenenbild die finale Shotlist?

Bevor die Einrichtung beginnt, denn die Achsen bestimmen den Aufwand. Späte Shotlists werden zu überausgestatteten Räumen und untergedrehten Ecken.

Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?

Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.

Lassen sich die Ergebnisse exportieren?

Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.