Belichtung
Belichtung ist die Lichtmenge, die der Sensor aufzeichnet — bestimmt von Blende, Öffnungswinkel, Empfindlichkeit und dem Licht am Set.
Worum es geht
Die Belichtung gehört dem DP, und an einem professionellen Set wird sie gemessen, nicht geraten. Log-Material sieht auf jedem Monitor flau aus, Augenmaß ist deshalb unzuverlässig: Der DIT liest ein Waveform, der Operator schaut auf False Color, und ein Handbelichtungsmesser beendet Diskussionen immer noch schnell. Der Arbeitsblendenwert bleibt für den Look fixiert — belichtet wird also über ND-Filter und Lampen, nicht über die Iris.
Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.
Was hier anders läuft
Konkret heißt das in der Planung:
- Ein flaues Log-Bild auf dem Monitor sagt kaum etwas über die Belichtung; erst ein Messgerät liefert eine Zahl.
- Der Öffnungswinkel steht meist fest bei 180 Grad für natürliche Bewegung und taugt deshalb selten zur Belichtungssteuerung.
- Der Kamerabericht sollte Blende, ISO, ND und Weißabgleich pro Setup festhalten — die Post liest ihn später.
- Die Lage des Hauttons ist der praktische Bezugspunkt; Tafeln und Graukarten kalibrieren nur die Werkzeuge drumherum.
Mit TillyGen
In TillyGen hängen Arbeitsblende und ISO an jedem Licht-Setup — die Belichtungsentscheidung steht schriftlich fest, bevor der Drehtag beginnt.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Kann man am Filmset der Automatikbelichtung trauen?
Nein. Sie reagiert auf alles, was ins Bild läuft, und pumpt dann sichtbar mitten im Take. Szenische Arbeit fixiert die Belichtung und ändert lieber das Licht.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.