Bildwinkel

Der Bildwinkel beschreibt die Winkelausdehnung der Szene, die eine bestimmte Kombination aus Objektiv und Sensor erfasst.

Worum es geht

Wenn Regie weiter ruft, meint sie den Bildwinkel — Millimeter sind nur der Griff, an dem Crews ihn anfassen. Der Winkel entscheidet, wie viel eines Motivs gut aussehen muss, wie nah die Kamera physisch an den Schauspielern sitzt und ob der Lichtaufbau über der Setkante außerhalb des Bildes bleibt. Location-Scouts denken in ihm: Ein Raum, der bei 75 Grad großzügig spielt, fällt bei 30 in sich zusammen. Weil dieselbe Optik auf verschiedenen Sensoren verschiedene Winkel liefert, nennt ernsthafte Planung das Format neben den Millimetern.

Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.

Was hier anders läuft

Die Punkte, an denen sich das von anderen Fällen unterscheidet:

  • Der Bildwinkel ist eine Eigenschaft des Paars — gib ihn als Objektiv plus Sensor an, nie als Optik allein.
  • Horizontaler, vertikaler und diagonaler Winkel unterscheiden sich; Datenblätter lieben die schmeichelnde Diagonale.
  • Weite Winkel kosten Ausstattungsgeld: mehr sichtbares Set zum Einrichten, mehr Boden, in dem Kabel verschwinden müssen.

Mit TillyGen

Die TillyGen-Shotlist koppelt pro Shot Objektiv und Format — der Bildwinkel, auf den jedes Gewerk sich vorbereitet, ist der, den die Kamera wirklich sieht.

Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.

Häufige Fragen

Warum sprechen Crews in Millimetern statt in Grad?

Gewohnheit und Hardware: Optiken sind in Millimetern beschriftet. Innerhalb eines bekannten Formats trägt die Abkürzung; über Formatgrenzen bricht sie, dann übernehmen Grad oder die Crop-Umrechnung.

Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?

Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.

Lassen sich die Ergebnisse exportieren?

Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.