Blocking

Blocking ist die ausgearbeitete Bewegung von Schauspielern und Kamera durch eine Szene — wer wo steht, wann geht, auf welchem Satz sich dreht.

Worum es geht

Der Morgen beginnt meist mit der Stellprobe: Regie und Cast gehen die Szene im leeren Set, während die Gewerke zuschauen. Danach klebt die Kameraassistenz Marken auf den Boden, Stand-ins halten die Positionen, und das Licht baut um die vereinbarte Bewegung herum. Diese Reihenfolge ist der Punkt — Licht folgt dem Blocking, nicht umgekehrt. Wer das Blocking nach der Mittagspause ändert, bezahlt mit Umleuchtzeit. Gutes Blocking versteckt außerdem die Auflösung: Es schafft natürliche Momente für Schnitte und neue Winkel.

Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.

Was hier anders läuft

Konkret heißt das in der Planung:

  • Die Marken am Boden sind das Gedächtnis des Blockings; wer sie trifft, hält Schärfe und Licht.
  • Stellprobe, Marken setzen, Leuchten, Drehen — viele Sets fahren diese Schleife für jede neue Szene.
  • Nicht dasselbe wie Choreografie: Blocking dient Kamera und Geschichte, nicht dem Tanz selbst.

Mit TillyGen

In der TillyGen-Shotlist halten Notizfelder die Blocking-Entscheidungen fest — Bewegungspläne bleiben bei den Kadern, die sie prägen.

Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.

Häufige Fragen

Was heißt es, die Marke zu treffen?

Exakt auf der Bodenmarke zu stoppen, die in der Stellprobe geklebt wurde. Schärfe und Licht sind auf diese Punkte gebaut — wer die Marke verfehlt, verliert die Schärfe oder steht falsch im Licht.

Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?

Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.

Lassen sich die Ergebnisse exportieren?

Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.