CTO-Folie

CTO steht für Colour Temperature Orange — eine Folie, die die Farbtemperatur einer Quelle Richtung Kunstlicht senkt.

Worum es geht

CTO ist die Richtung, die die meisten Teams am häufigsten brauchen, denn in einem Innenmotiv brennen ohnehin schon Kunstlicht- oder warme LED-Practicals, und das Tageslicht durch die Scheibe muss sich dazugesellen. Volle CTO zieht eine nominelle 5600-K-Quelle auf etwa 3200 K herunter, die abgestuften Varianten — Viertel, Halb, Dreiviertel — lassen den Gaffer überall dazwischen landen. Die größte Anwendung ist gar keine Lampe, sondern ein Fenster: Bahnen CTO auf der Scheibe wärmen ein Außen, das sonst blau gegen jedes Practical im Raum stünde.

Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.

Was hier anders läuft

Konkret heißt das in der Planung:

  • Volle CTO zieht eine Tageslichtquelle auf Kunstlichtbalance; Viertel und Halb decken die Zwischenstufen ab.
  • Bei voller Stärke kostet sie grob eine Blende — das fließt in die Wahl der HMI-Größe ein.
  • Am Fenster kommt sie meist als breite Rolle; die Rigging-Stunden für große Scheiben gehören in den Drehplan.

Mit TillyGen

Vermerken die Motiv-Notizen in TillyGen ein Tageslichtfenster im Kunstlichtraum, stehen CTO-Rollen und Rigging-Zeit vorher im Plan.

Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.

Häufige Fragen

CTO an die Lampe oder ans Fenster?

Ans Fenster, wenn das Tageslicht selbst das Problem ist — das löst jeden Shot im Raum. An die Lampe, wenn nur eine Leuchte sich anpassen soll.

Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?

Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.

Lassen sich die Ergebnisse exportieren?

Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.