Farbfolie

Eine Farbfolie ist eine dünne, hitzebeständige farbige Bahn vor einer Leuchte, die deren Lichtfarbe verändert.

Worum es geht

Farbfolien haben zwei Aufgaben, die sich ähnlich anfühlen und es nicht sind. Korrekturfolien lassen eine Quelle wie eine andere wirken, damit ein Mischlichtraum stimmig aussieht — das ist Handwerk. Effektfolien schieben eine Szene in eine Farbe, die die Geschichte will: das Blau eines erfundenen Mondes, das Natriumorange einer Straße, das kranke Grün eines Flurs. Eine gefärbte Quelle ist zudem fast endgültig, denn ein foliertes Führungslicht später im Grading vom Rest zu trennen ist teure Arbeit.

Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.

Was hier anders läuft

Die Punkte, an denen sich das von anderen Fällen unterscheidet:

  • Korrekturfolien gleichen Quellen aneinander an, Effektfolien geben der Szene eine Farbe, die die Geschichte verlangt.
  • Für die Tint-Achse gibt es Plusgreen und Minusgreen, vor allem gegen Leuchtstoffröhren und ältere LED-Leuchten.
  • Jede Folie kostet Leistung; dunkle gesättigte Farben schlucken einen Großteil der Lampe, bevor etwas am Set ankommt.

Mit TillyGen

Die TillyGen-Equipmentliste bucht Folienrollen bei den zugehörigen Lampen — ein Mischlichtmotiv bekommt die nötige Korrektur mitgeliefert.

Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.

Häufige Fragen

Warum am Set folieren, wenn das Grading Farbe kann?

Grading verschiebt das ganze Bild. Folie ändert eine Quelle — das warme Practical bleibt warm, während das Fenster daneben kühl bleibt.

Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?

Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.

Lassen sich die Ergebnisse exportieren?

Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.