Führungslicht
Das Führungslicht ist die hellste und prägendste Quelle am Motiv; es legt Belichtungsniveau und Schattenrichtung fest.
Worum es geht
Jedes Licht-Setup beginnt mit einer Frage: Woher kommt das Führungslicht. Sein Winkel schreibt den Schatten über ein Gesicht, seine Höhe entscheidet, ob die Augenhöhlen offen bleiben, seine Fläche entscheidet, ob die Schattenkante eine Linie oder ein Verlauf ist. Alles, was danach dazukommt, ist eine Reaktion darauf. Der DP sagt die Position an, der Gaffer baut sie, der AC misst nach und bestätigt die Arbeitsblende.
Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.
Was hier anders läuft
Die Punkte, an denen sich das von anderen Fällen unterscheidet:
- Das Führungslicht ist über Dominanz definiert, nicht über Technik — ein Fenster, ein Feuer oder ein Display kann es sein.
- Winkel und Höhe sind Continuity-Information und gehören in die Licht-Notizen, nicht nur ins Gedächtnis des Gaffers.
- Die Messung am Führungslicht ergibt die Arbeitsblende; jede weitere Leuchte wird dann im Verhältnis dazu gemessen.
Mit TillyGen
Die Licht-Notizen in TillyGen halten die Position des Führungslichts pro Setup fest — eine an einem anderen Tag fortgesetzte Szene baut dieselbe Geometrie nach.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Kann eine Szene mehrere Führungslichter haben?
Pro Motiv nicht. Zwei gleich starke Quellen erzeugen gekreuzte Schatten, die als Fehler gelesen werden. Verschiedene Figuren im selben Raum dürfen je eines haben.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.