MOS
MOS bezeichnet eine Einstellung, die absichtlich ohne Tonaufnahme gedreht wird.
Worum es geht
Crews drehen MOS, wenn Ton nutzlos oder unnötig wäre — Zeitlupen-Inserts, Drohnenbilder, Zwischenschnitte in lauter Umgebung oder Bilder, die ohnehin nur Musik tragen werden. Die Klappe wird mit Fingern zwischen den Sticks gezeigt oder mit dem Vermerk MOS, damit der Schnitt nie nach Ton sucht, den es nicht gibt. Die Herkunft der Abkürzung ist Folklore mit mehreren konkurrierenden Geschichten; die Praxis dagegen ist universell. MOS ist eine bewusste Entscheidung — versehentlich stumm gedrehter Dialog wird zur ADR-Rechnung.
Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.
Was hier anders läuft
Konkret heißt das in der Planung:
- MOS deutlich klappen — geschlossene Sticks oder eine Hand dazwischen
- Zeitlupe oberhalb der Sync-Bildraten ist von Natur aus MOS
- Nie aus Später-richten-Stimmung ein Dialog-Setup zu MOS machen
Mit TillyGen
MOS-Setups in der TillyGen-Shotlist zeigen beiden Gewerken, wo der Ton pausieren kann — und wo auf keinen Fall.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Wofür steht MOS eigentlich?
Beweisen kann es niemand. Die Geschichten reichen vom Akzent eines Regisseurs bis zu technischen Abkürzungen; auf der Dispo heißt es schlicht: Es wird kein Ton aufgenommen.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.