Überstunden

Überstunden sind die Arbeitszeit über den Standardtag hinaus, wie er im Vertrag oder Tarifvertrag vereinbart ist.

Worum es geht

An den meisten Drehtagen kommt der Moment, in dem die Produktion entscheiden muss: restliche Einstellungen streichen oder die Stunden bezahlen. Die Rechnung ist selten einfach, weil Überstunden für die gesamte Crew gleichzeitig anfallen, Besetzung und Technik eigene Bedingungen haben und die Zusatzstunden den Turnaround von morgen verkürzen. Manchmal spart eine Stunde einen ganzen Nachdrehtag und ist eindeutig günstiger. Manchmal kostet sie mehr, als die Einstellung wert ist. Der Unterschied liegt darin, Standardtag, Takt und Satz vorher zu kennen — nicht in dem Moment selbst.

Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.

Was hier anders läuft

Konkret heißt das in der Planung:

  • Die Länge des Standardtags ist nicht überall gleich: Sie steht in der Vereinbarung oder im geltenden Tarifvertrag und unterscheidet sich je nach Markt.
  • Überstunden werden meist in festen Takten abgerechnet — zehn Minuten über der Grenze kosten oft eine volle Einheit.
  • Freigeben darf nur die Produktion. Die Regieassistenz verkündet die Entscheidung, die Geldfrage fällt nicht am Set.

Mit TillyGen

TillyGen zeigt, wie voll ein Drehtag bereits ist, damit die Überstundenfrage mittags auf dem Tisch liegt und nicht erst beim Drehschluss.

Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.

Häufige Fragen

Wer entscheidet über Überstunden?

Produktion oder Aufnahmeleitung, auf Basis der Kosten für die restlichen Einstellungen gegen einen Nachdrehtag. Die Regieassistenz gibt es dann ans Set weiter.

Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?

Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.

Lassen sich die Ergebnisse exportieren?

Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.