Case-Study-Video
Ein Case-Study-Video argumentiert wie ein Berater: Das war das Problem, so sind wir vorgegangen, das sind die Ergebnisse — und die Kamera sammelt die Beweise.
Worum es geht
Problem, Weg, Ergebnis — die Struktur steht vor dem ersten Anruf, und alles Geplante dient diesen drei Kapiteln. Anders als das Testimonial, das von der persönlichen Empfehlung eines Kunden lebt, ist die Case Study eine Rekonstruktion: Sie braucht meist Stimmen von beiden Seiten des Projekts, Bilder der echten Lösung im Betrieb und Zahlen, die der Kunde vor der Kamera aussprechen mag. Das verdoppelt die Koordination — zwei Organisationen, zwei Freigabeketten, manchmal zwei Standorte. Die Crew bleibt klein, die Logistik wird breit, und die härteste Planungsfrage ist eine Beweisfrage: Was können wir für jedes behauptete Ergebnis wirklich zeigen?
Das Format entscheidet über Umfang, Crew und Zeitrahmen — und zwar bevor das erste Motiv besichtigt ist.
Was hier anders läuft
Konkret heißt das in der Planung:
- Jede Ergebnisaussage bekommt ein geplantes Beweisbild — die Lösung im Betrieb, der dokumentierte Vorher-Zustand, die Zahl vom Kunden gesprochen statt vom Erzähler
- Zwei Freigabeketten laufen parallel: deine Seite und Legal oder Kommunikation des Kunden sehen beide den Schnitt — der Plan budgetiert Zeit für beide
- Interviewpartner werden pro Kapitel besetzt — wer das Problem gespürt hat, wer das Projekt geführt hat, wer das Ergebnis verantwortet
- Der Vorher-Zustand ist am Drehtag oft verschwunden — der Plan entscheidet früh, wie er dargestellt wird: Archivmaterial, Rekonstruktion oder ehrliche Erzählung
Was der Plan liefern muss
Ein Produktionsplan ist für dieses Gewerk dann brauchbar, wenn er das hier hergibt:
- Eine Kapitelgliederung, die Problem, Weg und Ergebnis auf Interviews und Beweisbilder abbildet
- Einen Zwei-Parteien-Zeitplan mit bestätigten Fenstern beim Kunden und benannten Kontakten auf beiden Seiten
- Eine geklärte Faktenliste: welche Zahlen, Namen und Bilder der Kunde vor der Kamera erlaubt
Typische Stolperstellen
Was in der Praxis am häufigsten schiefgeht:
- Nur die eigene Projektleitung interviewen — der Film wird ein Pitch im Kostüm einer Case Study
- Annehmen, der Kunde nenne Zahlen vor der Kamera, die nie schriftlich geklärt wurden
- Den Dreh planen, bevor geprüft ist, ob die gelieferte Lösung noch sichtbar im Einsatz ist
Mit TillyGen
TillyGen baut die Case Study als Kapitelplan mit Beweisbildern an jeder Aussage und koordiniert die Fenster beider Parteien in einem Zeitplan — der Beweis ist geplant, nicht erhofft.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Wie viele Drehtage braucht ein Case-Study-Video?
Üblich ist ein Tag beim Kunden und bei Bedarf ein halber auf der eigenen Seite. Zwei Kundenstandorte oder schwer zugängliche Betriebe kosten einen zusätzlichen Reise- und Logistiktag.
Case Study oder Testimonial — was brauche ich?
Ein Testimonial ist eine Empfehlung: eine Stimme, ein Besuch, emotionales Gewicht. Eine Case Study ist ein Argument: beide Seiten, Beweisbilder, Ergebnisse — schwerer zu planen, stärker im Vertriebsprozess.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.