Crop-Faktor

Der Crop-Faktor ist das Verhältnis zwischen einer Referenzdiagonale — meist Vollformat — und dem tatsächlich genutzten Sensor.

Worum es geht

Crews nutzen den Crop-Faktor als Übersetzungswörterbuch, wenn Formate sich mischen: eine Regie, die in Vollformat-Brennweiten denkt, eine B-Kamera im Super-35-Modus, eine Drohne mit kleinem Sensor. Brennweite mal Faktor — und du weißt, welche Optik auf dem Referenzformat denselben Ausschnitt liefert. Das hält geschnittene Achsen konsistent und verhindert die klassische Überraschung, dass ein weites Motiv auf dem kleineren Chip plötzlich eng kadriert. Es ist Rechnen fürs Framing — nicht mehr, und die Fehler beginnen dort, wo man mehr davon erwartet.

Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.

Was hier anders läuft

Die Punkte, an denen sich das von anderen Fällen unterscheidet:

  • Der Faktor übersetzt den Bildwinkel, nicht das Objektiv: Physische Brennweite und ihre Perspektive bei gegebenem Abstand bleiben, was sie sind.
  • Super 35 liegt gegenüber Vollformat bei etwa Faktor 1,5; kleine Drohnenchips überschreiten 2,5.
  • Schärfentiefe-Vergleiche brauchen die ganze Kette — Optik, Abstand, Blende —, nicht nur die Crop-Zahl.

Mit TillyGen

Nutzen A-Kamera, B-Kamera und Drohne verschiedene Sensoren, führt die TillyGen-Shotlist Brennweiten pro Body — passende Achsen sind geplant, nicht improvisiert.

Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.

Häufige Fragen

Ändert der Crop-Faktor die Schärfentiefe?

Nicht von allein. Er sagt den Bildausschnitt voraus. Die Schärfentiefe verschiebt sich, weil du für denselben Ausschnitt eine andere Optik oder Distanz wählst — diese Wahl ändert sie.

Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?

Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.

Lassen sich die Ergebnisse exportieren?

Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.