Dynamikumfang
Der Dynamikumfang ist die Zahl der Blendenstufen zwischen dem hellsten Licht mit Zeichnung und dem dunkelsten noch brauchbaren Schatten.
Worum es geht
Den Dynamikumfang misst eine Motivbesichtigung eigentlich mit, sobald jemand im Raum steht und zum Fenster schaut. Eine Südscheibe gegen einen unbeleuchteten Innenraum überspannt mehr Blenden, als jeder Sensor hält — das erzwingt eine Entscheidung in der Vorbereitung: Folie auf die Scheibe, ND davor, Licht nach innen oder das ausgefressene Fenster als Look akzeptieren. Die Differenz bezahlt man in Folienrollen, zusätzlichen Lampen und den Stunden, die das Hängen kostet.
Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.
Was hier anders läuft
Konkret heißt das in der Planung:
- Herstellerangaben beruhen auf verschiedenen Messverfahren — vergleiche Kameras an eigenen Testaufnahmen statt an Datenblättern.
- Die Blendenstufen sind nicht gleich brauchbar: Die letzte im Schatten existiert technisch, kommt aber verrauscht an.
- Der Szenenkontrast lässt sich in der Vorbereitung mit dem Spotbelichtungsmesser prüfen, lange bevor über das Kameramodell gestritten wird.
Mit TillyGen
Motiv-Notizen in TillyGen tragen das Fenster- und Kontrastproblem in den Drehplan — Zeit für Folie und Rigging ist vor dem Drehtag eingeplant.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Bedeutet mehr Dynamikumfang weniger Lichtarbeit?
Er verschiebt die Arbeit, statt sie abzuschaffen. Ein großer Umfang rettet Fenster, aber Kontrast für die Geschichte zu formen kostet dieselben Lampen und Fahnen.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.