Floorplan
Ein Floorplan ist die Draufsicht auf ein Set oder Motiv, mit eingezeichneten Kamerapositionen, Licht und Laufwegen.
Worum es geht
Bei der technischen Motivbesichtigung skizziert jemand den Raum, und diese Skizze arbeitet sofort: Die Kamerafrau markiert die Positionen A, B und C, der Oberbeleuchter zeichnet Lampen und Kabelwege, die Aufnahmeleitung sieht, wo Video Village und Staging hinpassen. Am Drehtag beantwortet der Plan die Frage, die jedes Gewerk einzeln stellt — wo steht die Kamera —, bevor etwas Schweres auf die falsche Raumseite getragen wird. Bei Stunts und Komparsenszenen ist der Floorplan zugleich ein Sicherheitsdokument.
Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.
Was hier anders läuft
Die Punkte, an denen sich das von anderen Fällen unterscheidet:
- Kamerapositionen bekommen Buchstaben, Shots bekommen Nummern — Plan und Shotlist verweisen aufeinander.
- Die Draufsicht zeigt Probleme mit der Handlungsachse, bevor die Crew im Raum steht.
- Ein Handyfoto einer Handskizze schlägt keinen Plan; Präzision zählt weniger als Einigkeit.
Mit TillyGen
Im Produktionsplan von TillyGen liegt der Floorplan neben der Shotlist, damit Positionen und Shot-Nummern dieselbe Szene beschreiben.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Wer zeichnet den Floorplan?
Wer ihn zuerst braucht — oft Kamera oder Regieassistenz nach der Motivbesichtigung. Auf größeren Produktionen liefert das Szenenbild vermessene Zeichnungen, und das Kamerateam trägt die Positionen ein.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.