Gegenlichtblende
Eine Gegenlichtblende ist ein starrer Schirm an der Objektivfront, der Licht von außerhalb des Bildfelds vom Frontglas fernhält.
Worum es geht
Wo ein Kompendium ein System ist, ist die Gegenlichtblende ein Einzelteil mit einer Aufgabe. Sie wiegt fast nichts, braucht keine Rods und kostet einen Bruchteil einer Filterbühne — deshalb sitzt sie an B-Kameras, Drohnen-Rigs, Crash-Cams und Teleeinheiten, die Action aus der Distanz verfolgen. Der Nachteil: Die Blende lässt sich nicht ausrichten. Sie schneidet den ganzen Tag denselben festen Winkel, egal aus welcher Richtung die störende Lampe kommt.
Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.
Was hier anders läuft
Konkret heißt das in der Planung:
- Blütenförmige Blenden sind auf das Bildseitenverhältnis geschnitten und schatten mehr ab, ohne in den Ecken zu erscheinen.
- Die Blende einer längeren Brennweite vignettiert an einer weiteren — Gegenlichtblenden gehören zur jeweiligen Brennweite.
- Auch ohne sichtbaren Flare hebt Streulicht die Schwarzwerte; die Blende schützt den Kontrast, wo nichts falsch aussieht.
Mit TillyGen
Die TillyGen-Equipmentliste führt Blende und Kompendium getrennt — eine leichte B-Kamera bekommt keine Filterbühne berechnet, die sie nie braucht.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Blende oder Kompendium am kleinen Rig?
Die Blende, solange keine Filter oder ausrichtbaren Fahnen nötig sind. An Gimbal und Drohne arbeiten Gewicht und Windangriff eines Kompendiums gegen den Shot.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.