Kelvin
Kelvin ist die Einheit zur Angabe der Farbtemperatur, abgeleitet von der Temperatur eines erhitzten idealen Strahlers.
Worum es geht
Die Skala bringt Neulinge durcheinander, weil Physik und Alltagssprache in verschiedene Richtungen zeigen: Eine Kerze mit rund 1800 K wirkt warm, ein blauer Mittagshimmel mit 10000 K wirkt kalt — und ausgerechnet das kalte Licht trägt die höhere Zahl. Am Set funktionieren die Werte als Kurzsprache. Wer 4300 K verlangt, will einen Kompromiss zwischen Fenster und Lampe; wer eine LED auf 2700 K stellt, gleicht Haushaltsbirnen im Bild an.
Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.
Was hier anders läuft
Konkret heißt das in der Planung:
- Höhere Kelvin bedeuten blaueres Licht, niedrigere mehr Orange — genau umgekehrt zum Sprachgebrauch von warm und kalt.
- Gleiche Kelvin-Schritte sind keine gleichen Sehschritte; die Mired-Skala existiert, weil Folienhersteller gleichmäßige Stufen brauchten.
- Haushaltsbirnen um 2700 K, Film-Kunstlicht mit 3200 K und Tageslicht mit 5600 K sind die drei Anker, die man kennen sollte.
Mit TillyGen
Licht-Notizen in TillyGen nennen pro Setup einen Kelvin-Wert — die LED-Presets am Drehtag stimmen mit dem Lichtplan überein.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Warum heißt 5600 K kühl, obwohl die Zahl höher ist?
Die Skala folgt der physikalischen Temperatur eines glühenden Strahlers, nicht der Wirkung. Heißere Strahler senden blaueres Licht, und Blau empfinden wir als kühl.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.