Kompendium
Ein Kompendium ist ein auf Rods montiertes Gehäuse vor dem Objektiv, das Filterschubladen und verstellbare Blenden gegen Streulicht trägt.
Worum es geht
Das Kompendium macht aus Filtern einen Arbeitsablauf statt einer Fummelei. Schubladen lassen sich wechseln, während die Kamera aufgebaut bleibt — der AC tauscht ein ND zwischen zwei Takes, ohne die Frontlinse anzufassen oder den Follow Focus zu lösen. Die obere Fahne, weiter French Flag genannt, wird nach Augenmaß gesetzt, bis der Scheinwerfer keinen Schleier mehr über das Bild legt. In der Verleihbestellung hängt das Kompendium an Objektivdurchmesser und Filtergröße — deshalb wird es in der Vorbereitung festgelegt.
Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.
Was hier anders läuft
Konkret heißt das in der Planung:
- Schubladenmaße wie vier mal fünf Komma sechs fünf entscheiden, welchen Filterbestand ein Verleih überhaupt liefern kann.
- Drehbare Bühnen gibt es, damit Pol- und Verlaufsfilter gedreht werden können, ohne sie herauszunehmen.
- Clip-on-Varianten sitzen direkt am Objektiv und kommen an Gimbal- und Handkamera-Rigs zum Einsatz, wo Rods stören.
Mit TillyGen
Die TillyGen-Equipmentliste bucht Kompendium, Schubladen und Filter als ein Paket — die Filtergrößen passen zum bestellten Objektivsatz.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Braucht man ein Kompendium auch ohne Filter?
Oft ja. Seine verstellbaren Fahnen schneiden Streulicht weg, das sonst das Bild verschleiert — eine aufgeschraubte Blende lässt sich nicht auf eine Lampe ausrichten.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.