Ruhezeit

Die Ruhezeit ist die gesetzlich geschützte freie Zeit zwischen dem Ende eines Arbeitstags und dem Beginn des nächsten.

Worum es geht

Am deutschen Set ist das keine Höflichkeit, sondern das Arbeitszeitgesetz: elf ununterbrochene Stunden zwischen zwei Arbeitstagen, ergänzt durch branchenspezifische Regelungen und Tarifverträge für die Filmarbeit. Praktisch heißt das: Nach Drehschluss um Mitternacht ist ein Call um acht Uhr nicht möglich. Die Regieassistenz baut die nächste Dispo vom letzten Drehschluss aus, die Produktion prüft sie vor der Veröffentlichung, und eine geplante Ausnahme wird vereinbart und ausgeglichen — nicht entdeckt. Müdigkeit ist außerdem der größte Sicherheitsfaktor an einem Set, an dem gefahren, gerüstet und in der Höhe gearbeitet wird.

Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.

Was hier anders läuft

Die Punkte, an denen sich das von anderen Fällen unterscheidet:

  • Die Ruhezeit ist der Anspruch, der Turnaround die Planungsgröße dafür — die beiden Wörter sind nicht austauschbar.
  • Tarifverträge der Filmbranche regeln Details abweichend; vor jeder Annahme klären, welcher Vertrag für die Produktion gilt.
  • Freie Verträge schalten die Sicherheitslogik nicht ab: Eine übermüdete Fahrerin um drei Uhr nachts ist ein Problem für alle.

Mit TillyGen

TillyGen warnt schon in der Planung, wenn eine Call-Zeit in die Ruhezeit des vorherigen Drehtags fallen würde.

Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.

Häufige Fragen

Wie lang ist die gesetzliche Ruhezeit in Deutschland?

Das Arbeitszeitgesetz verlangt elf ununterbrochene Stunden zwischen zwei Arbeitstagen, mit definierten Ausnahmen und Branchenregelungen, die im Einzelfall zu prüfen sind.

Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?

Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.

Lassen sich die Ergebnisse exportieren?

Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.