Shooting Board
Ein Shooting Board ist die technische Fassung des Storyboards: exakte Kadrierungen im finalen Bildformat, ein Panel pro geplanter Einstellung.
Worum es geht
Präsentationsboards verkaufen eine Idee; Shooting Boards bauen einen Drehtag. In der Werbung ist die Trennung formal: Das Agenturboard hat den Kunden überzeugt, dann zeichnen Regie und Kamera den Film so, wie er wirklich gedreht wird — echtes Bildformat, echte Kadragen, Brennweiten, Kamerabewegungen, Effektnotizen. Die Regieassistenz nummeriert die Panels und hängt sie an den Monitor; ihr Abhaken ist der Fortschrittsbalken des Tages. Verlangt der Kunde einen Kader, der nicht auf dem Board steht, ist das ein Change Request, kein Gefallen.
Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.
Was hier anders läuft
Die Punkte, an denen sich das von anderen Fällen unterscheidet:
- Gezeichnet im Ausspielformat; ein 16:9-Board für einen 9:16-Spot plant den falschen Film.
- Trägt die technischen Notizen, die das Präsentationsboard versteckt: Brennweiten, Fahrten, VFX-Trennungen.
- Die Nummerierung folgt der Shotlist, damit Board, Liste und Drehplan eine Sprache sprechen.
Mit TillyGen
In TillyGen tragen die Storyboard-Kader ihre Shot-Daten mit sich — genau die Rolle des Shooting Boards: Bild plus technische Wahrheit.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Shooting Board oder Storyboard — was brauche ich?
Zum Pitchen ein Storyboard. Zum Drehen muss das Board der Realität entsprechen: richtiges Format, richtige Kadragen, Notizen zu Optik und Bewegung. Kleine Projekte verschmelzen beides in einem Dokument.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.