TillyGen und Apple Kalender
Für freiberufliche Kamera- oder Lichtleute ist der Kalender persönliche Infrastruktur: Er lebt auf dem iPhone, das ohnehin am Set ist. Drehtage aus der Dispo gehören dort hinein — neben alles andere, was das Leben terminiert.
Worum es geht
Der Apple Kalender ist kein Team-Werkzeug; er ist der private Terminplan von Menschen, die für viele Produktionen gleichzeitig arbeiten. Freelancer jonglieren drei Auftraggeber im Monat, und Doppelbuchungen sind ihr Existenzrisiko. Der Workflow mit TillyGen ist entsprechend persönlich: Bestätigt eine Produktion die Daten, blockt der Freelancer sie im Apple Kalender — samt Reise- und Vorbereitungstagen — mit der Call-Zeit im Titel und dem Dispo-Verweis in den Notizen. iCloud trägt den Eintrag vom Mac aufs iPhone bis zur Uhr, die um 5:30 vibriert. Der Plan der Produktion bleibt bei der Produktion; der Kalender des Freelancers bewacht dessen Seite der Abmachung.
Eine Integration ist dann gut, wenn niemand mehr über sie spricht: Die Daten liegen dort, wo sie gebraucht werden, ohne dass jemand exportiert.
Was hier anders läuft
Konkret heißt das in der Planung:
- Termine kommen aus der Dispo oder dem geteilten Planlink und werden sofort geblockt — eine Option bekommt ihren eigenen vorläufigen Eintrag
- Reise- und Vorbereitungstage stehen als eigene Einträge drin, denn ein Drehtag ohne seinen Reisetag ist ein wartender Buchungsfehler
- Die Terminnotiz trägt Planlink und Produktionskontakt — die Antwort auf jede Frage ist einen Tipp vom Sperrbildschirm entfernt
- iCloud-Sync heißt: Der am Mac abgesagte Termin ist auch am Handy abgesagt, wenn der nächste Auftraggeber anruft
Schritt für Schritt
In dieser Reihenfolge geht es am schnellsten:
- Schickt eine Produktion Plan oder Dispo aus TillyGen, blocke jeden implizierten Tag — Dreh, Reise, Vorbereitung — bevor du mit Ja antwortest.
- Trage unbestätigte Anfragen als vorläufige Einträge ein; eine Option, die im Kalender unsichtbar ist, ist bis Donnerstag doppelt verbucht.
- Schreibe Call-Zeit und Location in den Termintitel und den Planlink in die Notiz — der Set-Morgen beginnt dann ohne Mail-Suche.
- Stelle den Alarm auf die Losfahr-Zeit, nicht auf die Call-Zeit — die Differenz ist die Fahrt, und an der Fahrt scheitern Morgen.
- Verschiebt die Produktion, verschiebe den ganzen Block — Dreh plus Reise plus Vorbereitung — und bestätige die neuen Daten schriftlich zurück.
Typische Stolperstellen
Was in der Praxis am häufigsten schiefgeht:
- Nur die Drehtage geblockt, nicht Reise und Vorbereitung — der Kalender zeigt freie Tage, die nicht frei sind, und der nächste Kunde bucht sie
- Die Produktion hat einen Tag verschoben und der Kalender des Freelancers zeigt noch den alten — beide Seiten glauben, recht zu haben
Mit TillyGen
Der Drehplan der Produktion lebt in TillyGen und erreicht den Freelancer als Dispo, Planlink und Kalenderdaten; im Apple Kalender verteidigt der Freelancer diese Daten gegen den Rest seines Arbeitslebens.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Wie kommen TillyGen-Termine in den Apple Kalender?
Als persönlicher Übertrag: Der Freelancer trägt die Daten aus Dispo oder Planlink ein, idealerweise als Block samt Reisetagen. Der Punkt ist bewusstes Blocken, nicht Automatisierung.
Was ist mit Änderungen, nachdem die Termine geblockt sind?
Die Produktion kündigt die Änderung mit aktualisierter Dispo an; der Freelancer verschiebt den Kalenderblock und bestätigt schriftlich. Beide Seiten haben einen Beleg, keine verlässt sich aufs Gedächtnis.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.