TillyGen und n8n

Manche Produktionen dürfen Kundennamen nicht durch eine fremde Automatisierungs-Cloud schicken. n8n läuft auf dem eigenen Server — aus der Compliance-Frage wird damit eine Hosting-Frage.

Worum es geht

n8n ist Workflow-Automatisierung zum Selbst-Hosten: Nodes auf einer Fläche, ein HTTP-Request-Node für jede API, ein Code-Node für die Logik, die kein fertiger Baustein abdeckt. Für Produktionsfirmen mit Pharma-, Banken- oder unangekündigten Produktkunden ist dieses Self-Hosting das ganze Argument — Briefing-Inhalte und Kundenidentitäten verlassen die eigenen Maschinen nie. Gegen die TillyGen-API tut n8n, was die Cloud-Automatisierer tun: Plan-Ereignisse per Webhook empfangen, Planstände zeitgesteuert abrufen, Nachrichten und Zeilen in die Systeme rund um die Produktion schieben. Der Unterschied ist, wo es passiert.

Eine Integration ist dann gut, wenn niemand mehr über sie spricht: Die Daten liegen dort, wo sie gebraucht werden, ohne dass jemand exportiert.

Was hier anders läuft

Die Punkte, an denen sich das von anderen Fällen unterscheidet:

  • Der HTTP-Request-Node authentifiziert sich mit hinterlegten Credentials gegen die TillyGen-API und beherrscht Abrufen wie Webhook-Empfang
  • Ein Code-Node deckt produktionsspezifische Logik ab — eigene Schwere-Regeln, Namensschemata — ohne auf irgendeinen Connector zu warten
  • Self-Hosting hält Ereignisdaten mit Kundennamen und Projekttiteln innerhalb der eigenen Netzwerkgrenze
  • Workflows exportieren als JSON-Dateien — die Automatisierung selbst ist damit im Firmen-Git versionierbar wie jedes andere Asset

Schritt für Schritt

In dieser Reihenfolge geht es am schnellsten:

  1. Setze n8n auf dem eigenen Server oder dem bestehenden Container-Host der Firma auf und sichere die Instanz ab, bevor das erste Credential gespeichert wird.
  2. Hinterlege die TillyGen-API-Credentials im Credential-Speicher von n8n und verifiziere die Verbindung mit einem schlichten Lese-Aufruf im HTTP-Request-Node.
  3. Baue den ersten Workflow um einen Webhook-Node: Plan-Ereignis rein, Schwere geprüft, Nachricht raus in den Kanal, den deine Crew wirklich liest.
  4. Ergänze einen Code-Node, wo fertige Logik nicht reicht — Call-Zeiten formatieren, Gewerke-Namen mappen — und halte diesen Code kurz.
  5. Exportiere den fertigen Workflow als JSON ins Firmen-Repository, damit die Automatisierung Serverumzüge und Personalwechsel übersteht.
  6. Beobachte die Ausführungsliste anfangs wöchentlich; self-hosted heißt auch self-bemerkt, wenn etwas still stehen bleibt.

Typische Stolperstellen

Was in der Praxis am häufigsten schiefgeht:

  • Die Instanz, die niemand pflegt: ein Update, ein Jahr aufgeschoben — und die Automatisierung stirbt in der Woche, in der drei Produktionen von ihr abhängen
  • Credentials in Code-Nodes kopiert statt in den Speicher — das Workflow-JSON leckt jetzt Geheimnisse in jeden Export und jedes Backup

Mit TillyGen

n8n bewegt Informationen über den Plan durch deine eigenen Maschinen; der Plan selbst bleibt in TillyGen. Die API ist die einzige Tür dazwischen — und alles hinter dieser Tür regierst du selbst.

Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.

Häufige Fragen

Warum n8n statt eines Cloud-Automatisierungsdienstes?

Datenkontrolle. Wenn Briefings unveröffentlichte Produkte oder regulierte Kunden nennen, ist das Routing über die eigene Instanz der Unterschied zwischen erlaubt und verboten.

Wie sieht das minimale TillyGen-Setup in n8n aus?

Ein Credential-Eintrag, ein Webhook-Workflow für Plan-Ereignisse, ein HTTP-Request-Node für Zustandsabrufe. Alles darüber hinaus kommt, wenn ein echter Handgriff es verlangt.

Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?

Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.

Lassen sich die Ergebnisse exportieren?

Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.