TillyGen und DaVinci Resolve
Resolve trägt eine Produktion vom Schnitt über das Grading bis zur Ablieferung in einer Anwendung. Der Plan aus TillyGen steigt am Media Pool ein — als Struktur und als Metadaten.
Worum es geht
DaVinci Resolve spannt sich über Seiten — Media, Edit, Color, Deliver — und sein Media Pool ist die Datenbank unter allem. Diese Datenbank ist der natürliche Andockpunkt für Preproduktions-Daten: Resolve kann Clip-Metadaten aus CSV-Dateien in den Media Pool importieren und Zeilen den Clips zuordnen — Szenen-, Shot- und Beschreibungsspalten, vorbereitet aus der TillyGen-Shotlist, wandern damit auf das Material selbst. Smart Bins sortieren dann nach diesen Metadaten, der Colorist filtert für konsistente Looks nach Szene, und die Struktur des Plans überlebt bis ins Grading.
Eine Integration ist dann gut, wenn niemand mehr über sie spricht: Die Daten liegen dort, wo sie gebraucht werden, ohne dass jemand exportiert.
Was hier anders läuft
Konkret heißt das in der Planung:
- Resolves Metadaten-Import nimmt CSV-Dateien in den Media Pool auf — Shotlist-Spalten aus TillyGen werden durchsuchbare Clip-Felder
- Smart Bins auf Szenen-Metadaten sortieren sich selbst, während Material ankommt — die Planstruktur lebt ohne manuelles Einsortieren weiter
- Der Colorist filtert Clips nach dem Szenen-Feld und gradet die Shots einer Location als Familie, statt sie über eine Timeline zu jagen
- Look-Referenzen aus dem TillyGen-Storyboard geben dem Grading sein Ziel, bevor der erste Node gebaut ist
Schritt für Schritt
In dieser Reihenfolge geht es am schnellsten:
- Bereite ein Metadaten-CSV aus der TillyGen-Shotlist vor — Szenen-, Shot- und Beschreibungsspalten passend zur Clip-Benennung vom Set geformt.
- Importiere das Material in den Media Pool und fahre dann den Metadaten-Import, damit die Felder des Plans an den beschriebenen Clips hängen.
- Baue Smart Bins auf dem Szenen-Feld; ab hier ordnet sich der Pool selbst, während Material eintrifft — als Spiegel des Plans.
- Schneide auf der Edit-Seite mit plan-strukturierten Bins und übergib der Color-Seite einen Szenenfilter statt eines flachen Clip-Haufens.
- Grade gegen die Look-Referenzen des Storyboards und liefere aus — die Export-Benennung kann die Shot-Nummern des Plans für Rückverfolgbarkeit weiterführen.
Typische Stolperstellen
Was in der Praxis am häufigsten schiefgeht:
- Clip-Namen vom Set, die zu nichts im Plan passen — das Metadaten-CSV findet keinen Halt, und jemand taggt vierhundert Clips von Hand
- Grading vor dem Sortieren: Der Colorist matcht Shots per Auge über die Timeline, die ein Szenenfilter in Sekunden gruppiert hätte
Mit TillyGen
Die Struktur des Plans betritt Resolve einmal, als Metadaten, und arbeitet dann für jede Seite flussabwärts. TillyGen bleibt die Quelle dieser Struktur; in Resolve trifft sie auf das Material.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Wie kommen Shotlist-Daten auf Clips in Resolve?
Über den Metadaten-Import des Media Pools: ein CSV aus der TillyGen-Shotlist, Spalten den Clips zugeordnet. Voraussetzung ist Namensdisziplin am Set — die Nummern des Plans müssen in den Clip-Namen auftauchen.
Was gewinnt der Colorist durch den Produktionsplan?
Gruppierung auf Szenenebene und Look-Absicht. Der Szenenfilter macht aus dem Angleichen Stapelarbeit, und Storyboard-Referenzen sagen, wo der Look landen soll, bevor Meinungen kollidieren.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.