TillyGen und Make
Wo ein Trigger und eine Aktion nicht mehr reichen, beginnt Make: visuelle Szenarien mit Routern, Filtern und Transformationen — auf einer Fläche gezeichnet, gegen die TillyGen-API betrieben.
Worum es geht
Make baut Automatisierungen als visuelle Szenarien: Module auf einer Fläche, verbunden durch Linien, mit Routern, die einen Fluss in Zweige teilen, und Filtern, die entscheiden, welcher Zweig läuft. Sein HTTP-Modul spricht mit jeder API, auch der von TillyGen, und das Mapping-Panel formt JSON zwischen den Schritten um. Das passt zu Produktionsabläufen mit echter Logik: Eine Drehplanänderung soll Crew-Kanal und Kundenmail und Tracking-Sheet erreichen — der Kunde aber nur bei Tagesänderungen, nicht bei jedem Shot-Tausch. Ein Szenario drückt diesen ganzen Entscheidungsbaum aus, auf einen Blick sichtbar.
Eine Integration ist dann gut, wenn niemand mehr über sie spricht: Die Daten liegen dort, wo sie gebraucht werden, ohne dass jemand exportiert.
Was hier anders läuft
Die Punkte, an denen sich das von anderen Fällen unterscheidet:
- Das HTTP-Modul ruft die TillyGen-API per Zeitplan oder Webhook auf, und die JSON-Felder der Antwort werden mappbare Bausteine in jedem späteren Modul
- Ein Router teilt ein Plan-Ereignis in Zielgruppen-Zweige — Crew, Kunde, Archiv — jeder mit eigenem Filter und eigenem Ton
- Filter unterscheiden Schweregrade: Shot-Edits bleiben intern, Tagesverschiebungen lösen zusätzlich die Kundenmail aus
- Geplante Szenarien können jeden Morgen den aktuellen Planstand holen und eine Tageszusammenfassung posten statt zwanzig Einzelalarmen
Schritt für Schritt
In dieser Reihenfolge geht es am schnellsten:
- Skizziere den Entscheidungsbaum zuerst auf Papier: welche Plan-Ereignisse es gibt, wer wovon hören muss, in welchem Ton — das Szenario kodiert das nur.
- Starte das Szenario mit einem Webhook oder zeitgesteuerten HTTP-Aufruf gegen die TillyGen-API und lass es einmal laufen, um die Antwortstruktur einzufangen.
- Setze einen Router mit einem Zweig pro Zielgruppe und lege auf jeden Zweig einen Filter, der die Schwere-Felder des Ereignisses prüft.
- Mappe die JSON-Felder in jedes Zielmodul — Nachricht, Mail, Tabellenzeile — und forme Daten und Namen in menschenlesbare Form.
- Lass es eine echte Woche im Beobachtungsmodus laufen; das Ausführungsprotokoll zeigt jeden genommenen Zweig, falsche Filter werden so schnell sichtbar.
- Friere das Szenario ein, sobald es sich benimmt, und dokumentiere die eine Stelle, an der geänderte Feldnamen des Plans es brechen würden.
Typische Stolperstellen
Was in der Praxis am häufigsten schiefgeht:
- Ein Szenario, das Zweig um Zweig wuchs, bis niemand es mehr anzufassen wagt — die Automatisierung ist jetzt der am wenigsten verstandene Teil der Produktion
- Stille Ausfälle: Ein Filter schluckt jedes Ereignis, und zwei Wochen lang merkt niemand, dass die Kundenmails ausblieben
Mit TillyGen
Make verteilt und transformiert, was die TillyGen-API meldet; Plandaten erzeugt es nie. Widersprechen sich Szenario und Plan, hat der Plan recht und das Szenario einen Fehler — diese Hierarchie ist Absicht.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Make oder Zapier für ein Produktionsteam?
Zapier für einzelne Trigger-Aktion-Handgriffe, Make, wenn ein Ereignis unter verschiedenen Bedingungen mehrere Zielgruppen erreichen muss. Viele Teams fahren beides — Zapier fürs Einfache, Make fürs Verzweigte.
Was steuert die TillyGen-API zu einem Szenario bei?
Auslöser und Daten: Plan-Ereignisse per Webhook, aktuelle Planstände per zeitgesteuertem Abruf. Alles danach — Routing, Wortlaut, Ziele — ist Szenariologik.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.