TillyGen und ClickUp

Agenturen fahren ihren ganzen Betrieb in ClickUp — Kunden, Retainer, Kampagnen. Eine Filmproduktion reiht sich als weitere Liste ein — solange der Dreh selbst woanders geplant wird.

Worum es geht

ClickUp versteht sich als Alles-Werkzeug: Spaces pro Kunde, Listen pro Projekt, Aufgaben mit eigenen Status, Docs und Zeiterfassung dran. Für eine Agentur, die neben vielen anderen Deliverables auch Content dreht, ist das das operative Rückgrat — Kapazität, Abrechnung und Deadlines hängen dort. Eine Produktion dockt auf Aufgabenebene an: Phasen aus dem TillyGen-Plan kommen per CSV-Import, Status spiegeln die Produktionsphasen, und die Plan-PDFs hängen dort, wo Account Manager hinschauen. Was nicht nach ClickUp umzieht, ist das Innere des Plans: Shot-Logik, Tagesstruktur und die Dispo-Kette bleiben in TillyGen.

Eine Integration ist dann gut, wenn niemand mehr über sie spricht: Die Daten liegen dort, wo sie gebraucht werden, ohne dass jemand exportiert.

Was hier anders läuft

Konkret heißt das in der Planung:

  • ClickUps CSV-Import baut die Produktionsliste aus TillyGen-Daten — Phasen, Verantwortliche, Fälligkeiten — im bestehenden Space des Kunden
  • Eigene Status mit Produktionsphasen-Namen — Briefing, Planung, Dreh, Post, geliefert — lesen sich für Account Manager richtig
  • Auf den Produktionsaufgaben erfasste Zeit trifft auf die Tagesschätzungen aus dem TillyGen-Drehplan, das macht Nachbetrachtungen ehrlich
  • Drehplan- und Dispo-PDF hängen an der obersten Aufgabe der Liste, ein Austausch pro Planänderung

Schritt für Schritt

In dieser Reihenfolge geht es am schnellsten:

  1. Lege die Produktionsliste im Space des Kunden an und definiere Status entlang der Produktionsphasen statt generischer To-do-Etiketten.
  2. Exportiere Phasen- und Deliverable-Struktur aus TillyGen als CSV und importiere sie, mit Fälligkeiten und Verantwortlichen auf ClickUp-Felder gemappt.
  3. Hänge das aktuelle Drehplan-PDF an die Anker-Aufgabe der Liste und verlinke den TillyGen-Plan für alle, die Antworten auf Shot-Ebene brauchen.
  4. Lass die Agentur-Maschinerie laufen — Zeiterfassung, Auslastung, Abrechnungssichten — während jede Änderung auf Planebene zuerst in TillyGen passiert.
  5. Erneuere nach jeder Änderung den Anhang der Anker-Aufgabe und passe nur die Aufgaben an, deren Termine sich wirklich bewegt haben.

Typische Stolperstellen

Was in der Praxis am häufigsten schiefgeht:

  • ClickUp-Docs beginnen eine parallele Shotlist zu beherbergen, weil „alles in einem Werkzeug leben soll“ — zwei Monate später widersprechen sich die Versionen
  • Status-Automatik schließt Aufgaben zum Fälligkeitsdatum, während der Dreh real eine Woche gerutscht ist — das Dashboard feiert eine Fiktion

Mit TillyGen

ClickUp beantwortet, was die Agentur diese Woche tut; TillyGen, was der Dreh am Donnerstag braucht. Der CSV-Import setzt den Rahmen einmal, der Anhang-Austausch hält ihn ehrlich.

Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.

Häufige Fragen

Warum den Dreh nicht direkt in ClickUp-Aufgaben planen?

Aufgaben sind unabhängige Einträge; ein Dreh ist ein Abhängigkeitsnetz — verschiebst du eine Szene, ziehen Objektivplanung, Tagesreihenfolge und Dispo mit. TillyGen rechnet dieses Netz nach; eine Aufgabenliste nicht.

Was muss mindestens in ClickUp leben?

Eine Liste pro Produktion mit Phasen-Status, Deadlines und Verantwortlichen — genug für Kapazität und Abrechnung. Alles unterhalb dieser Körnung ist im Plan besser aufgehoben.

Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?

Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.

Lassen sich die Ergebnisse exportieren?

Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.