TillyGen und Google Sheets

Der Plan sagt, was passiert; die Tabelle sagt, was es kostet. Google Sheets nimmt das TillyGen-CSV als Ausgangspunkt und ergänzt die Rechnerei, die der Plan bewusst auslässt.

Worum es geht

Google Sheets ist der geteilte Taschenrechner der meisten kleinen Produktionsfirmen: Tagessätze, Verleih-Angebote, Catering-Schätzungen — gleichzeitig editierbar von Producer und Produktionsleitung, kommentiert von allen, die widersprechen. Die Verbindung zu TillyGen ist der CSV-Export: Drehtage, Crew-Stärken und geplante Ressourcen kommen als Zeilen an, und das Sheet multipliziert sie mit Sätzen. Diese Richtung zählt: Mengen kommen aus dem Plan, Preise aus dem Sheet. Ändert sich der Plan, fließen neue Mengen hinein; Satz-Spalten und Formeln bleiben, wo sie sind.

Eine Integration ist dann gut, wenn niemand mehr über sie spricht: Die Daten liegen dort, wo sie gebraucht werden, ohne dass jemand exportiert.

Was hier anders läuft

Die Punkte, an denen sich das von anderen Fällen unterscheidet:

  • Das CSV landet unangetastet auf einem eigenen Tab; Rechen-Tabs referenzieren darauf — ein Neuimport zerstört so nie eine Formel
  • Die Tagessatz-Rechnung aktualisiert sich, sobald neue Planmengen ankommen — ein zusätzlicher Drehtag beziffert sich selbst, bevor der Kunde fragt
  • Gleichzeitiges Bearbeiten lässt Producer und Produktionsleitung dasselbe Budget bearbeiten, während der Call läuft, in dem es verhandelt wird
  • Kommentar-Threads an einzelnen Zellen halten Satz-Diskussionen an der Zahl fest, um die gestritten wird

Schritt für Schritt

In dieser Reihenfolge geht es am schnellsten:

  1. Exportiere die Drehplan-Daten aus TillyGen als CSV und importiere sie auf einen eigenen Quell-Tab im Budget-Spreadsheet.
  2. Baue die Kalkulation auf getrennten Tabs, die auf die Quelle referenzieren — Tage mal Sätze, Technik-Tage mal Verleihpreise, Reserve obendrauf.
  3. Teile das Sheet mit Schreibrechten für die Zahlenleute und Kommentarrechten für alle, die sehen, aber nicht anfassen sollen.
  4. Ersetze nach jeder Planänderung den Quell-Tab durch einen frischen Export; die Formeln rechnen nach, und das Delta ist deine Kostenfolge.
  5. Friere bei Freigabe eine Kopie ein — das unterschriebene Budget bleibt, wie es unterschrieben wurde, das Arbeits-Sheet zieht mit dem Plan weiter.

Typische Stolperstellen

Was in der Praxis am häufigsten schiefgeht:

  • Mengen im Sheet statt im Plan korrigiert — das Budget bepreist jetzt einen Dreh, den TillyGen so nicht mehr beschreibt
  • Ein Tab, der importierte Daten und Formeln mischt — jeder Refresh wird damit zur Operation statt zum Dateiwechsel

Mit TillyGen

TillyGen liefert die Mengen, die ein Dreh verbrauchen wird; Sheets bepreist sie. Solange jede Mengenänderung per Export ankommt statt von Hand, folgt das Budget dem Plan — und streitet nicht mit ihm.

Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.

Häufige Fragen

Warum Mengen und Preise in verschiedenen Werkzeugen halten?

Weil sie sich aus verschiedenen Gründen ändern. Mengen bewegen sich mit dem Plan — TillyGens Gebiet. Preise bewegen sich mit Verhandlungen — das Gebiet des Sheets. Vermischt verdeckt beides, was den Budgetsprung verursacht hat.

Wie sieht der Kunde den aktuellen Kostenstand?

Als Nur-Lesen-Freigabe eines Zusammenfassungs-Tabs, gespeist aus der Kalkulation. Der Kunde liest Summen; Satz-Details und Quell-CSV bleiben außer Sicht.

Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?

Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.

Lassen sich die Ergebnisse exportieren?

Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.