TillyGen und Confluence

In größeren Organisationen ist ein Videoprojekt erst dann echt, wenn es eine Confluence-Seite hat. Diese Seite soll die Produktion dokumentieren — nicht versuchen, sie zu planen.

Worum es geht

Confluence ist das institutionelle Gedächtnis vieler Firmen: Spaces pro Abteilung, Seiten mit Bearbeitungshistorie, Anhänge mit Versionen. Stakeholder, die nie ein Produktionswerkzeug öffnen würden, lesen Confluence sehr wohl. Der Workflow teilt sich deshalb sauber: TillyGen macht aus dem Briefing Shotlist, Storyboard, Drehplan und Dispo; Confluence hält fest, was die Organisation darüber wissen muss — wer welche Version freigegeben hat, wie der Budgetrahmen aussah, welche Entscheidung in welchem Termin fiel. Die exportierten PDFs hängen an der Seite, und die Seitenhistorie beantwortet später, wer wann was wusste.

Eine Integration ist dann gut, wenn niemand mehr über sie spricht: Die Daten liegen dort, wo sie gebraucht werden, ohne dass jemand exportiert.

Was hier anders läuft

Die Punkte, an denen sich das von anderen Fällen unterscheidet:

  • Die Produktionsseite führt ein Entscheidungslog — Datum, Entscheider, betroffener Planteil — während der Plan selbst einen Klick entfernt in TillyGen bleibt
  • Exportierte Plan-PDFs hängen als neue Anhang-Versionen an der Seite, die Freigabe vom 12. März bleibt so auch im April abrufbar
  • Stakeholder lesen auf der Seite eine Management-Zusammenfassung statt der kompletten Dispo — geschrieben einmal pro Meilenstein
  • Seitenberechtigungen folgen dem bestehenden Space-Aufbau, das Produktionsteam muss also kein eigenes Zugriffsmodell erfinden

Schritt für Schritt

In dieser Reihenfolge geht es am schnellsten:

  1. Lege die Produktionsseite im passenden Space an, mit drei festen Abschnitten: Zusammenfassung für Stakeholder, Entscheidungslog und angehängte Planversionen.
  2. Hänge die aktuellen TillyGen-Exporte an — Drehplan und Shotlist als PDF — und verlinke den lebenden Plan für alle, die den Arbeitsstand sehen wollen.
  3. Ergänze nach jedem Freigabetermin eine Zeile im Entscheidungslog und lade das freigegebene PDF als neue Version desselben Anhangs hoch.
  4. Leite Fragen von außerhalb des Teams zuerst auf die Seite; fehlt die Antwort dort, wird die Seite aktualisiert — nicht ein Mail-Verlauf.
  5. Schließe die Seite beim Wrap mit den finalen Plan-Anhängen und einer kurzen Delta-Notiz: Was sich zwischen erster Freigabe und Dreh verschoben hat, und warum.

Typische Stolperstellen

Was in der Praxis am häufigsten schiefgeht:

  • Stakeholder kommentieren ein vor drei Wochen angehängtes PDF, während der Plan seither zweimal weitergezogen ist — Feedback trifft eine Geisterversion
  • Plandetails in Seitenprosa kopiert: Jede Drehplanänderung verlangt jetzt einen Wiki-Edit, und irgendwann vergisst jemand einen

Mit TillyGen

Confluence beantwortet, was die Organisation entschieden hat; TillyGen beantwortet, was die Produktion tun wird. Anhänge tragen eingefrorene Stände aus der zweiten Welt in die erste — der Arbeitsstand wohnt nie auf der Seite.

Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.

Häufige Fragen

Was gehört auf die Confluence-Seite, was bleibt in TillyGen?

Auf die Seite: Zusammenfassung, Entscheidungen, Freigaben, Budgetrahmen, angehängte Meilenstein-PDFs. In TillyGen: alles, was sich noch ändert — Shotlist, Drehplan, Dispo und ihre Abhängigkeiten.

Wie werden Freigaben sauber dokumentiert?

Eine Log-Zeile pro Freigabe — Datum, Name, Umfang — plus das freigegebene PDF als neue Anhang-Version. Monate später beendet das Paar aus Zeile und Datei jede Diskussion.

Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?

Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.

Lassen sich die Ergebnisse exportieren?

Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.