TillyGen und Slack
In Slack redet die Crew, in TillyGen wohnt der Plan. Der Kanal funktioniert, wenn er auf den Plan zeigt, statt ihn zu paraphrasieren.
Worum es geht
Produktionskommunikation hat einen Rhythmus: ruhige Vorbereitungswochen, dann ein Schwall Fragen am Tag vor dem Dreh, dann minutengenaue Abstimmung am Tag selbst. Slack fängt diesen Rhythmus gut auf — ein Kanal pro Produktion, Threads pro Thema, jeder am Handy erreichbar. Die Gefahr: Der Kanal beginnt, Planfragen aus dem Gedächtnis zu beantworten. Die Lösung ist strukturell: Die aktuelle Dispo aus TillyGen hängt angepinnt im Kanal, Planänderungen werden als Post mit frischem Export angekündigt, und alles, was diskutiert wird und den Plan ändert, fließt zurück nach TillyGen, bevor der Thread wegscrollt.
Eine Integration ist dann gut, wenn niemand mehr über sie spricht: Die Daten liegen dort, wo sie gebraucht werden, ohne dass jemand exportiert.
Was hier anders läuft
Die Punkte, an denen sich das von anderen Fällen unterscheidet:
- Die angepinnte Nachricht trägt die aktuelle Dispo als PDF und den TillyGen-Planlink — die Antwort des Kanals auf die meisten Fragen ist dieser Pin
- Ein Thread pro Drehtag hält die 6-Uhr-Logistik getrennt vom allgemeinen Rauschen des Produktionskanals
- Über die TillyGen-API und einen Incoming Webhook kann sich eine Planänderung im Moment ihres Entstehens selbst in den Kanal posten
- Entscheidungen aus Threads werden einmal im Plan festgeschrieben — der Thread ist die Diskussion, nicht das Protokoll
Schritt für Schritt
In dieser Reihenfolge geht es am schnellsten:
- Eröffne einen Kanal pro Produktion mit einer Namenskonvention, die das Team wiedererkennt, und hole Crew plus Kundenkontakt dazu, falls der in Slack arbeitet.
- Pinne eine Nachricht mit der aktuellen Dispo als PDF und dem Link zum TillyGen-Plan; aktualisiere diesen Pin — häng nie einen zweiten daneben.
- Kündige jede Planänderung als kurzen Post mit frischem Export an — was sich ändert, für wen, ab wann.
- Verdrahte optional die TillyGen-API mit einem Incoming Webhook, damit Drehplan-Updates sich selbst posten, statt auf jemandes Gedächtnis zu bauen.
- Geh am Tagesende durch die Threads: Alles, was Shots, Zeiten oder Crew verändert, wird in TillyGen eingetragen — dann bekommt der Thread einen Haken.
- Archiviere den Kanal beim Wrap — die Planhistorie liegt in TillyGen, die Gesprächshistorie darf schlafen.
Typische Stolperstellen
Was in der Praxis am häufigsten schiefgeht:
- Planfragen aus dem Gedächtnis im Kanal beantwortet — drei Leute tragen jetzt drei verschiedene Call-Zeiten für dieselbe Location
- Die wichtige Drehplanänderung landet in einer Direktnachricht statt im Kanal, und die halbe Crew erfährt sie erst am Set
- Der Pin zeigt am Freitag noch die Dispo vom Dienstag, weil das Aktualisieren niemandes Aufgabe ist
Mit TillyGen
Slack trägt das Gespräch, TillyGen den Plan, um den es geht. Angepinnter Export und Planlink halten jeden Thread an einer Quelle fest.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Kann TillyGen automatisch nach Slack posten?
Nicht über eine eingebaute Verbindung — aber über die TillyGen-API plus einen Slack Incoming Webhook, oder ein Automatisierungswerkzeug dazwischen, kann eine Planänderung eine Kanalnachricht auslösen.
Was verdient einen Pin im Produktionskanal?
Genau zwei Dinge: die aktuelle Dispo als PDF und der TillyGen-Planlink. Alles andere altert zu schnell, um ehrlich angepinnt zu sein.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.