TillyGen und Notion
Notion sammelt alles rund um eine Produktion — Kontakte, Meeting-Notizen, Referenzen, Entscheidungen. Der Plan selbst muss dort nicht nachgebaut werden; er muss von dort erreichbar sein.
Worum es geht
Teams, die auf Notion laufen, geben jeder Produktion eine Seite: Kundendaten, Crew-Kontakte, Moodboard-Links, Notizen aus jedem Call. Auf dieser Seite beginnt ein neues Teammitglied zu lesen. TillyGen dockt an dieses Hub auf zwei Wegen an: Das Shotlist-CSV lässt sich als Notion-Datenbank importieren — Gewerke bekommen filterbare Ansichten im Wiki, das sie ohnehin nutzen. Und der Plan selbst — die verbundene Kette vom Briefing bis zur Dispo — bleibt in TillyGen, auf der Seite vertreten durch einen Share-Link statt durch eine Kopie, die sofort zu altern beginnen würde.
Eine Integration ist dann gut, wenn niemand mehr über sie spricht: Die Daten liegen dort, wo sie gebraucht werden, ohne dass jemand exportiert.
Was hier anders läuft
Konkret heißt das in der Planung:
- Das Shotlist-CSV importierst du als Datenbank; Ansichten nach Location oder Drehtag stehen direkt neben den Meeting-Notizen, die sie besprechen
- Die Produktionsseite verlinkt auf den TillyGen-Plan — die Frage nach dem aktuellen Drehplan hat im Wiki damit eine Ein-Klick-Antwort
- Entscheidungen aus Calls landen mit Datum und den betroffenen Shot-Nummern im Notion-Log — die Nummern stammen aus dem Plan
- Eine Produktions-Vorlagenseite lässt das nächste Projekt mit derselben Struktur starten statt auf leerer Fläche
Schritt für Schritt
In dieser Reihenfolge geht es am schnellsten:
- Lege die Produktionsseite aus deiner Vorlage an: Abschnitte für Kontakte, Entscheidungen, Referenzen und ein prominenter Link auf den TillyGen-Plan.
- Importiere das Shotlist-CSV als Notion-Datenbank und ergänze die Ansichten, nach denen Gewerke fragen — nach Set, nach Tag, nach Cast-Beteiligung.
- Protokolliere jede Entscheidung mit Datum, Verantwortlichem und betroffenen Shot-Nummern auf der Seite; die Diskussion wohnt in Notion, die Konsequenz im Plan.
- Aktualisiere die importierte Datenbank nach Planänderungen zu Meilensteinen — löschen und neu importieren ist schneller und sicherer als Zeilen von Hand nachzuziehen.
- Beim Wrap wird die Seite zum Gedächtnis der Produktion: was wann entschieden wurde und warum — mit den finalen Plan-PDFs als Anhang fürs Archiv.
Typische Stolperstellen
Was in der Praxis am häufigsten schiefgeht:
- Jemand bearbeitet Zeilen in der importierten Notion-Datenbank und glaubt, den Plan geändert zu haben — TillyGen hat davon nie erfahren
- Die Produktionsseite spiegelt so viel Plandetail in Fließtext, dass jede Drehplanänderung jetzt drei Absätze Wiki-Prosa nach sich zieht
Mit TillyGen
Notion trägt das Wissen rund um die Produktion, TillyGen den Plan darin. Share-Link und CSV-Importe zu Meilensteinen verbinden beides, ohne dass eines zur Kopie des anderen wird.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Könnte Notion das Planungswerkzeug komplett ersetzen?
Notion dokumentiert gut, aber ein Plan ist abhängige Information: Verschiebst du eine Szene, müssen Shotlist, Drehplan und Dispo mitziehen. Diese Kette pflegt TillyGen — Notion-Seiten tun das nicht.
Wie oft sollte die importierte Datenbank erneuert werden?
Zu Meilensteinen — Plan freigegeben, Drehplan fixiert, finaler Stand vor Drehstart. Dazwischen zeigt der TillyGen-Link auf der Seite ohnehin auf den lebenden Stand.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.