Freigabeformular-Vorlage
Eine Freigabe ist keine Stimmung im Meeting, sondern ein Name, eine Fassungsnummer und ein Datum — alles andere ist ein Gespräch.
Worum es geht
Es ist das kürzeste Dokument der Freigabekette und das einzige, das etwas abschließt. Während der Feedback-Bogen Meinungen sammelt und abgearbeitet wird, stellt das Freigabeformular eine einzige Ja-Nein-Frage zu einer einzigen Datei: freigegeben oder nicht. Sein Wert zeigt sich in den zwei Situationen, die alle irgendwann erleben — die Kampagne, die live geht und danach intern hinterfragt wird, und die Rechnung, die bestritten wird, weil sich jemand an Vorbehalte erinnert. Beides klärt eine unterschriebene Zeile mit Fassungsnummer und der Angabe, welche Nutzungen die Freigabe abdeckt.
Die Vorlage ist der Ausgangspunkt, nicht das Ziel: Sobald sie zweimal von Hand ausgefüllt wurde, lohnt sich die Frage, ob das Dokument nicht aus dem Plan entstehen sollte.
Was hier anders läuft
Die Punkte, an denen sich das von anderen Fällen unterscheidet:
- Die exakte Fassungskennung und der Dateiname der freizugebenden Datei, dazu Datum und Uhrzeit der Bereitstellung zur Sichtung
- Name und Funktion der freigebenden Person, die den Kunden binden können muss — nicht automatisch die tägliche Ansprechperson
- Der Umfang der Freigabe ausgeschrieben: welche Kanäle, welche Gebiete, welcher Zeitraum und welche Sprachfassungen abgedeckt sind
- Die ausdrücklichen Ausnahmen — etwa Musikrechte, Nutzungsrechte an Mitwirkenden oder eine anderweitige rechtliche Prüfung — damit die Unterschrift nicht weiter gelesen wird als gemeint
- Eine Option für die Freigabe unter Auflagen mit einer kurzen Restpunkteliste und dem Satz, dass danach keine weitere Runde folgt
Schritt für Schritt
In dieser Reihenfolge geht es am schnellsten:
- Verschick die Fassung erst zur Freigabe, wenn die offene Feedbackrunde geschlossen und ihre Liste abgearbeitet und zurückgegeben ist.
- Klär vor dem Versand, wer auf Kundenseite freigeben darf, und trag diesen Namen ins Formular statt eines Verteilers.
- Nenn Dateinamen und Fassungskennung im Formular exakt so, wie die Datei geliefert wurde, inklusive Datum und Uhrzeit der Bereitstellung zur Sichtung.
- Schreib den Nutzungsumfang hinein: Kanäle, Gebiete, Zeitraum und Sprachfassungen, formuliert für jemanden außerhalb des Projekts.
- Führ die Ausnahmen auf, besonders alles, dessen Klärung bei Dritten liegt, damit niemand die Unterschrift als Rechteklärung liest.
- Biete genau drei Ergebnisse an — freigegeben, freigegeben mit den gelisteten Korrekturen, nicht freigegeben — alles andere öffnet die Runde erneut.
- Leg das unterschriebene Formular zum ausgelieferten Master und zur Lieferspezifikation, damit Fassung, Freigabe und Datei zusammenliegen.
Typische Stolperstellen
Was in der Praxis am häufigsten schiefgeht:
- Eine Freigabe als Nachricht mit sieht super — sie benennt keine Fassung und gibt damit die Datei frei, an die sich jemand erinnert
- Die falsche unterschreibende Person: Die Projektbetreuung gibt frei, und wer wirklich entscheiden könnte, sieht den Film nach dem Livegang
- Freigabe mit langer Restpunkteliste — das ist eine Feedbackrunde mit Unterschrift
- Kein Nutzungsumfang: Ein für einen Messeloop freigegebener Film taucht ein halbes Jahr später als bezahlte Werbung auf
Mit TillyGen
TillyGen hält jede Fassung mit dem Plan verbunden, aus dem sie entstanden ist — die Freigabe benennt damit einen rekonstruierbaren Projektstand statt einer Datei im Download-Ordner.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Worin unterscheidet es sich vom Feedback-Bogen?
Der Feedback-Bogen ist die Arbeitsliste einer Runde und erwartet Änderungen. Das Freigabeformular beendet die Kette: eine Person, eine Fassung, eine Unterschrift. Solange noch Korrekturen gelistet werden, bist du in einer Runde und nicht in einer Freigabe.
Reicht eine Freigabe per Mail?
Sie kann reichen, wenn sie Fassungskennung, Person und Nutzungsumfang nennt. Die meisten Mail-Freigaben scheitern am ersten Punkt — genau dem, auf den es ankommt, wenn die Datei später hinterfragt wird.
Was, wenn der Kunde nach der Freigabe Änderungen will?
Dann ist es ein neuer Auftrag und keine Fortsetzung der Runde. Bepreis ihn als Änderungsantrag und vergib eine neue Fassungskennung, damit der freigegebene Stand unversehrt und nachvollziehbar bleibt.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.