Drehabschlussbericht-Vorlage

Der Dreh endet, wenn der letzte Lkw wegfährt. Die Produktion endet Wochen später — der Abschlussbericht verbindet beides.

Worum es geht

Ein Tagesbericht beschreibt einen Tag, solange er frisch ist; der Abschlussbericht ist die Summe — geschrieben für Menschen, die nicht dabei waren. Zwei Gruppen lesen ihn. Die Produktionsleitung braucht den ehrlichen Abgleich mit dem Plan: verbrauchte Tage, nicht gedrehte Szenen, aufgelaufene Überstunden, Vorfälle und Schäden — das macht aus einem beendeten Dreh einen abgerechneten. Die Post braucht die Übergabefakten: welches Material existiert, was fehlt, welche Szene anders gelöst wurde als geplant. Innerhalb weniger Tage nach Drehschluss geschrieben, kostet er eine Stunde; einen Monat später ist er Archäologie im Gruppenchat.

Die Vorlage ist der Ausgangspunkt, nicht das Ziel: Sobald sie zweimal von Hand ausgefüllt wurde, lohnt sich die Frage, ob das Dokument nicht aus dem Plan entstehen sollte.

Was hier anders läuft

Konkret heißt das in der Planung:

  • Plan gegen Ist über den ganzen Dreh: verbrauchte Drehtage, fertige Szenen, gestrichene Szenen und alles, was als Nachdreh offen bleibt
  • Zeit und Menschen: aufgelaufene Überstunden je Gewerk, knappe Ruhezeiten und Tage, an denen Plan und Wirklichkeit weit genug auseinanderlagen, um es zu erklären
  • Vorfälle, Beinaheunfälle und Schäden mit Datum, inklusive allem, was einer Versicherung gemeldet wurde, und dem aktuellen Stand jedes Falls
  • Rückgaben und offene Posten: Mietequipment, Fahrzeuge, Schlüssel, Motivzustand, Kautionen und alles, was an einem Motiv liegen geblieben ist
  • Der Übergabestand an die Post: was wann mit welcher Übergabeliste geliefert wurde und welche Unterlagen — Einverständniserklärungen, Berichte, Musikangaben — noch fehlen

Schritt für Schritt

In dieser Reihenfolge geht es am schnellsten:

  1. Sammle zuerst die Tagesberichte und lies sie in einem Zug — das Muster über den Dreh hinweg ist Tag für Tag unsichtbar.
  2. Gleich die gedrehten Szenen mit dem Drehplan ab und markiere jede Szene, die gestrichen, gekürzt oder anders gelöst wurde.
  3. Summier die Überstunden je Gewerk und notiere die Tage, an denen sie entstanden — so hat der Betrag eine Ursache und nicht nur eine Zahl.
  4. Führ Vorfälle und Schäden mit Datum und aktuellem Stand auf und häng die Meldungen an, statt sie aus dem Gedächtnis zusammenzufassen.
  5. Geh die Rückgaben durch: Miete, Fahrzeuge, Schlüssel, Kautionen — und bestätige für jedes Motiv den vereinbarten Zustand bei der Übergabe.
  6. Schreib den Abschnitt zur Post-Übergabe gegen die Übergabelisten und benenne, was geliefert ist und was die Post noch bekommen muss.
  7. Listet die fehlenden Unterlagen mit verantwortlicher Person und Datum — unterschriftslose Einverständniserklärungen blockieren Monate später die Auslieferung.
  8. Verteil ihn wenige Tage nach Drehschluss an Produktion, Buchhaltung und Post und leg ihn als Abschlussnachweis zum Projekt.

Typische Stolperstellen

Was in der Praxis am häufigsten schiefgeht:

  • Ihn Wochen später schreiben, wenn als Quellen nur noch ein Gruppenchat und drei abweichende Erinnerungen bleiben
  • Nur berichten, was gut lief — damit fehlt genau das Dokument, das die nächste Kalkulation realistisch gemacht hätte
  • Fehlende Einverständniserklärungen als fehlend notieren, aber niemandem zuweisen: Sie fehlen weiter, bis ein Sender fragt
  • Ihn als internen Vermerk behandeln und der Post nie schicken, die dann jede Abweichung selbst noch einmal entdeckt

Mit TillyGen

TillyGen kennt bereits, was je Tag und je Szene geplant war — der Abschlussbericht startet damit von einem echten Plan-Ist-Vergleich statt von einem Stapel PDFs, den jemand zusammenrechnen muss.

Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.

Häufige Fragen

Worin unterscheidet er sich vom Tagesbericht?

Der Tagesbericht hält einen Tag für die fest, die dabei waren. Der Abschlussbericht summiert den ganzen Dreh für die, die nicht dabei waren — Produktion, Buchhaltung, Post — und seine Aufgabe ist zu benennen, was offen ist, nicht zu beschreiben, was passiert ist.

Wer sollte ihn bekommen?

Produktion und Buchhaltung, weil er die Endabrechnung trägt, und die Post, weil die Hälfte davon ein Übergabedokument ist. Gewerkeleitungen profitieren von den sie betreffenden Teilen, besonders bei Schäden und Rückgaben.

Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?

Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.

Lassen sich die Ergebnisse exportieren?

Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.