Dual Native ISO

Dual Native ISO beschreibt einen Sensor mit zwei getrennten Verstärkerpfaden, von denen jeder eine eigene saubere Basisempfindlichkeit hat.

Worum es geht

Eine Dual-Native-Kamera gibt dem Gaffer zwei Lichtbudgets. Am unteren Basiswert hat das Bild maximalen Spielraum in den Lichtern — gut für Tagesinnen und kontrolliertes Studio. Der Wechsel auf den hohen Basiswert bei Nacht ist keine digitale Verstärkung: Ein zweiter Verstärkerpfad übernimmt, das Bild kann also sauberer zurückkommen als eine Drittelblende unterhalb des Umschaltpunkts. Auf welchem Basiswert eine Szene läuft, legt der DP in der Vorbereitung fest, denn das ändert Lampenzahl, Aggregat und Fuhrpark.

Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.

Was hier anders läuft

Die Punkte, an denen sich das von anderen Fällen unterscheidet:

  • Der zweite Basiswert ist Hardware, keine Verstärkung — deshalb kann er sauberer aussehen als der ISO knapp darunter.
  • Hersteller nennen beide Werte pro Modell; ins Handbuch schauen, statt sie für die ganze Kamerafamilie anzunehmen.
  • Der hohe Basiswert tauscht meist Spielraum in den Lichtern gegen saubere Schatten — Tagesaußen bleibt deshalb auf dem niedrigen.

Mit TillyGen

In TillyGen liegen die Nachtszenen eines Drehtags zusammen — die Kamera bleibt auf einem Basiswert, statt pro Setup umzuschalten.

Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.

Häufige Fragen

Sollte ein Nachtdreh immer den hohen Basiswert nutzen?

Nur wenn die Szene ihn braucht. Der hohe Basiswert kostet Spielraum in den Lichtern — leuchte am niedrigen, solange das Lampenbudget reicht.

Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?

Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.

Lassen sich die Ergebnisse exportieren?

Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.