Geteilter Drehtag
Ein geteilter Drehtag ist ein bewusst so gelegter Drehtag, der Tageslicht und Dunkelheit in einer Schicht abdeckt.
Worum es geht
Zwei Situationen verlangen ihn. Die erste ist der Übergang in einen Nachtblock: Statt von einem Acht-Uhr-Call auf einen Nacht-Call zu springen und einen Tag an den Turnaround zu verlieren, verschiebt sich die Crew in einem Schritt. Die zweite ist eine Szene, die die Dämmerung in der Mitte braucht — erst die Tagseite drehen, das Außenbild im Lichtwechsel holen, danach im Dunkeln weiter. Beides verlangt eine ehrliche Tagesdispo bei den Pausen, denn die Mittagspause liegt jetzt am späten Nachmittag und das Abendessen irgendwo in der Nacht.
Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.
Was hier anders läuft
Konkret heißt das in der Planung:
- Der geteilte Drehtag ist eine durchgehende, nach hinten verlegte Schicht; ein Split Call meint unterschiedliche Startzeiten der Gewerke.
- Er lohnt nur, wenn auch der Folgetag spät liegt — sonst frisst der nächste Turnaround den Gewinn wieder auf.
- Früh im Plan ankündigen: Crew und Besetzung organisieren Betreuung und Anreise nach Call-Zeiten, nicht nach deiner Dämmerung.
Mit TillyGen
TillyGen plant den Übergang in die Nacht als eigenen Tag mit eigener Call-Zeit, statt ihn in einem normalen Drehtag zu verstecken.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Wann ist ein geteilter Drehtag besser als ein Nachtdreh?
Wenn nur ein Teil des Materials Dunkelheit braucht. Die Tagszenen bleiben drin, und der Nachtteil wird erreicht, ohne einen Tag für den Wechsel zu opfern.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.