Großformat
Großformat ist der Sammelbegriff für Kinosensoren oberhalb von Super 35 — von der Vollformatklasse bis zu Sensoren im 65-mm-Stil.
Worum es geht
Regie greift zum Großformat, wenn die Geschichte Präsenz will: Gesichter mit sanfter Perspektive, Hintergründe, die weich wegfallen, Landschaften mit sichtbarer Tiefenstaffelung. Die Ansprüche wachsen mit dem Sensor — weniger Objektivoptionen, höhere Mietklassen, größere Datenmengen und Fokustoleranzen, die schlampiges Blocking bestrafen. Produktionen entscheiden sich meist früh und bauen das Bildkonzept darum — ein Großformat-Look lässt sich nachträglich kaum auf einen Super-35-Plan setzen, ohne Optiken, Lichtpegel und sogar Motivwahl zu ändern.
Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.
Was hier anders läuft
Konkret heißt das in der Planung:
- Großformat ist eine Klasse, keine Größe: Vollformat, VV und 65-mm-artige Sensoren laufen alle unter dem Label.
- Die Signatur ist Perspektive und Freistellung bei moderaten Blenden — nicht Auflösung allein.
- Jede Stufe nach oben verkleinert den Pool abdeckender Optiken und erhöht die Mietzeile.
Mit TillyGen
Im Produktionsplan schlägt eine Großformat-Entscheidung auf Daten-, Objektiv- und Lichtzeilen durch — das Budget spiegelt den Sensor vor dem ersten Drehtag.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Wann lohnt Großformat die Mehrkosten?
Wenn das Bildkonzept seine Zeichnung braucht — nahe Gesichter, gestaffelte Landschaften, weiche Freistellung. Lebt der Film von schneller Auflösung und VFX-Plates, dient Super 35 oft besser.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.