ISO
ISO ist der Wert, der angibt, wie viel Helligkeit eine Kamera aus einer gegebenen Lichtmenge erzeugt.
Worum es geht
An einer digitalen Cine-Kamera ist ISO kein Filmmaterial, das man einlegt, sondern eine Verarbeitungsentscheidung. Der Sensor fängt, was er fängt — die ISO-Einstellung bestimmt, wie das Signal verstärkt wird und wo der Dynamikumfang um das Mittelgrau liegt. Höhere ISO kauft Zeichnung im Schatten und bezahlt mit Highlight-Reserve; niedrigere macht das Gegenteil. DPs behandeln ISO deshalb als Teil des Looks, setzen sie in der Vorbereitung neben der LUT fest und ändern sie bewusst pro Szene — nicht treibend von Shot zu Shot.
Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.
Was hier anders läuft
Konkret heißt das in der Planung:
- Bei Log und RAW verschiebt ISO vor allem den Dynamikumfang um das Mittelgrau; die Empfindlichkeit des Sensors ändert sich nicht.
- Verdoppelte ISO entspricht einer Blende Belichtungswert — die Arithmetik passt zu Blendenstufen und Shutter.
- Konstante ISO innerhalb einer Szene hält die Rauschtextur konsistent — Grading gleicht Helligkeit an, nicht Korncharakter.
Mit TillyGen
Im Produktionsplan stehen bei Nachtszenen gewollte ISO und Lichtpegel zusammen — Gaffer und DIT bereiten sich auf dieselbe Belichtungswelt vor.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Ist hohe ISO einfach schlechtere Qualität?
Es ist ein Tausch: mehr Zeichnung im Schatten, weniger Highlight-Reserve, sichtbareres Rauschen. Bei Dual-ISO-Kameras ist die zweite native Stufe sauber — der Preis liegt zwischen und jenseits der nativen Punkte.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.