TillyGen und Dropbox

Dropbox hält die Dateien einer Produktion in einer gemeinsamen Ordnerstruktur; TillyGen erzeugt die Dokumente, die dort hineingehören. Geplant wird in TillyGen, verteilt über Dropbox.

Worum es geht

Viele Crews führen ohnehin einen Dropbox-Ordner pro Produktion: das rohe Briefing, Verträge, Location-Fotos und alles, was der Kunde schickt. TillyGen steuert die Planungsdokumente zu dieser Struktur bei — Shotlist, Storyboard, Drehplan und Dispo als PDF, Tabellen als CSV. Ein Freelancer, der für zwei Drehtage dazustößt, braucht keinen Account in noch einem Werkzeug; er braucht den Ordner-Link und die aktuelle Dispo. Genau diesen Teil deckt Dropbox ab: Zugriff, Sync über alle Geräte und mit File Requests einen Briefkasten für eingehende Dateien.

Eine Integration ist dann gut, wenn niemand mehr über sie spricht: Die Daten liegen dort, wo sie gebraucht werden, ohne dass jemand exportiert.

Was hier anders läuft

Die Punkte, an denen sich das von anderen Fällen unterscheidet:

  • Exportierte Dispos tragen das Datum im Dateinamen — der Ordner selbst zeigt so, welche Version aktuell ist und welche Geschichte
  • File Requests sammeln Location-Fotos oder Scouting-Notizen von Leuten außerhalb des Teams ein, ohne ihnen Zugriff auf den ganzen Ordner zu geben
  • Die Crew bekommt einen Ordner-Link statt fünf Mail-Anhängen, und der Sync bringt die Dokumente auf jedes Handy und jedes Laptop
  • Planungsdaten werden nie in Dropbox bearbeitet — CSV-Kopien sind Arbeitsmaterial zum Lesen, geändert wird der Plan in TillyGen

Schritt für Schritt

In dieser Reihenfolge geht es am schnellsten:

  1. Lege den Produktionsordner mit Unterordnern für Briefing, Planung, Drehtage und Material an — die TillyGen-Exporte bekommen unter Planung einen festen Platz.
  2. Exportiere Drehplan und Dispo aus TillyGen als PDF und lege sie mit dem Exportdatum im Dateinamen im Planungsordner ab.
  3. Teile den Ordner-Link einmal mit der Crew; ab dann zieht sich jeder die Dokumente aus derselben Quelle statt aus Mail-Verläufen.
  4. Öffne einen File Request für eingehendes Material — Scouts und lokale Helfer laden Fotos und Notizen hoch, ohne Account und ohne volle Postfächer.
  5. Ändert sich der Plan, exportiere neu, lege die Datei neben die alte und schreibe kurz dazu, welche Version ab jetzt zählt.

Typische Stolperstellen

Was in der Praxis am häufigsten schiefgeht:

  • Eine veraltete Dispo, die ohne Datum im Namen im Ordner weiterlebt — die halbe Crew erscheint mit dem Stand der Vorwoche im Kopf
  • Jemand korrigiert eine Uhrzeit direkt in einer PDF-Notiz oder CSV-Kopie, und die Korrektur erreicht den Plan dahinter nie
  • Ordnerwildwuchs: Nach drei Produktionen kann niemand mehr sagen, welcher von vier ähnlich benannten Ordnern die aktuellen Dokumente enthält

Mit TillyGen

Der Plan ändert sich weiter in TillyGen; Dropbox hält die exportierten Stände, mit denen die Crew arbeitet. Solange jede Änderung einen neuen datierten Export erzeugt, bleibt der Ordner ein Archiv — und wird keine zweite Quelle.

Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.

Häufige Fragen

Welche TillyGen-Exporte gehören in die Dropbox?

Die Dokumente, die die Crew konsumiert: Dispo und Drehplan als PDF, die Shotlist, wo Gewerke sie wollen, dazu CSVs für alle, die eigene Arbeitstabellen bauen. Entwürfe bleiben in TillyGen.

Wie verhindere ich, dass jemand mit einer alten Dispo arbeitet?

Datum im Dateinamen, neuer Export neben den alten, eine Ein-Zeilen-Nachricht bei jedem Versionswechsel. Das Muster ist unspektakulär — genau deshalb funktioniert es.

Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?

Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.

Lassen sich die Ergebnisse exportieren?

Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.