TillyGen und WeTransfer
Manche Empfänger werden nie Teil deiner Ordnerstruktur: die Rechtsabteilung des Kunden, ein Agenturkontakt, ein Sender. WeTransfer reicht ihnen das TillyGen-Paket als schlichten Link.
Worum es geht
WeTransfer tut eine Sache: Es bewegt Dateien per Link zu Menschen — ohne Konto beim Empfänger, mit Ablaufdatum. Im Produktionsworkflow wird es damit zum Auslieferungsweg für Meilensteine: das Planungspaket nach dem Kickoff, der überarbeitete Drehplan nach dem Kundentermin, das Storyboard mit hochaufgelösten Frames, an denen jeder Mailserver scheitert. TillyGen erzeugt diese Dokumente als PDF; WeTransfer trägt sie zu Empfängern, die ein Paket bekommen sollen — und keinen Zugang zu deinem Projekt. Das Ablaufdatum ist dabei ein Vorteil: Es erzwingt die Frage, wo die Datei dauerhaft wohnt.
Eine Integration ist dann gut, wenn niemand mehr über sie spricht: Die Daten liegen dort, wo sie gebraucht werden, ohne dass jemand exportiert.
Was hier anders läuft
Konkret heißt das in der Planung:
- Ein Transfer pro Meilenstein — Kickoff-Paket, Plan v2, finaler Stand vor Drehbeginn — das Mail-Archiv wird so nebenbei zum Lieferprotokoll
- Der Empfänger braucht kein Konto und keine Einführung — deshalb gewinnt dieser Weg bei Rechtsabteilungen und einmaligen Kontakten
- Download-Benachrichtigungen zeigen, ob der Kunde das Paket vor dem Termin, in dem er es besprechen will, überhaupt geöffnet hat
- Der Transfer-Link läuft ab; der TillyGen-Share-Link bleibt der Verweis auf den jeweils aktuellen Planstand
Schritt für Schritt
In dieser Reihenfolge geht es am schnellsten:
- Exportiere das Meilenstein-Paket aus TillyGen: Drehplan, Shotlist, Storyboard und Dispo als PDF, benannt mit Projekt und Version, damit die Dateien nach dem Download zuordenbar bleiben.
- Bündle die PDFs zu einem Transfer pro Empfängerkreis — der Kunde bekommt das Freigabe-Set, die Agentur das komplette Paket.
- Schreibe Version und Rückmeldefrist in die Transfer-Nachricht, damit der Empfänger weiß, was er vor sich hat und bis wann Feedback zählt.
- Beobachte die Download-Benachrichtigung; liegt das Paket zwei Tage vor dem Review-Termin ungeöffnet, hak vor dem Termin nach statt währenddessen.
- Ändert sich der Plan, schick einen frischen Transfer mit höherer Versionsnummer und sag ausdrücklich dazu, dass er den vorherigen ersetzt.
Typische Stolperstellen
Was in der Praxis am häufigsten schiefgeht:
- Der Kunde hat v1 lokal gespeichert, der Link zu v3 lief ungeöffnet ab — besprochen wird der Dreh auf einem Plan, der zwei Versionen alt ist
- WeTransfer als Archiv benutzen: Transfers verschwinden planmäßig, und mit ihnen die einzige Kopie dessen, was verschickt wurde
- Drei parallele Transfers in einer Woche ohne Versionsangabe in der Nachricht — der Empfänger kann nicht erkennen, welches Paket verbindlich ist
Mit TillyGen
WeTransfer bewegt Momentaufnahmen; TillyGen behält den Plan, aus dem sie stammen. Fragt ein Empfänger, welche Version gilt, ist die Antwort kein Transfer-Link — sondern ein frischer Export aus dem Plan.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Warum WeTransfer statt eines geteilten Ordners?
Für Empfänger, mit denen du ein- oder zweimal zu tun hast. Ein Ordner bedeutet Zugriffsverwaltung und Einarbeitung; ein Transfer bedeutet einen Link, der sofort funktioniert und von selbst verschwindet.
Was passiert, wenn sich der Plan direkt nach dem Versand ändert?
Schick den neuen Export als neuen Transfer, erhöhe die Versionsnummer und erkläre ihn ausdrücklich zum Ersatz. Für laufend wechselnde Stände taugt ein TillyGen-Share-Link besser als wiederholte Transfers.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.