TillyGen und Google Drive

Teams, die in Google Workspace arbeiten, halten Briefings, Verträge und Schnittfassungen in Drive. TillyGen füttert diese Struktur mit Plan-Exporten — und das CSV öffnet sich einen Klick später in Sheets.

Worum es geht

Google Drive ist für diese Teams mehr als Speicher: Geteilte Ablagen halten die Dateien beim Team statt am Konto einer Person, Docs trägt das Treatment, Sheets jede Arbeitstabelle, und Berechtigungen entscheiden, was der Kunde sieht. TillyGen sitzt einen Schritt davor — Briefing rein, dann Shotlist, Storyboard, Drehplan und Dispo raus. Die Exporte landen in Drive wie jede andere Projektdatei, mit einem Vorteil gegenüber reinem Speicher: Ein CSV aus TillyGen öffnet sich direkt in Google Sheets, und jedes Gewerk kann die Plandaten sortieren und filtern, ohne den Plan selbst anzufassen.

Eine Integration ist dann gut, wenn niemand mehr über sie spricht: Die Daten liegen dort, wo sie gebraucht werden, ohne dass jemand exportiert.

Was hier anders läuft

Die Punkte, an denen sich das von anderen Fällen unterscheidet:

  • Das Shotlist-CSV wird zum filterbaren Sheet pro Gewerk — Kamera sortiert nach Brennweite, Szenenbild filtert nach Set, niemand bearbeitet die Quelle
  • Plan-PDFs öffnen sich in der Browser-Vorschau, ein Producer am Handy prüft die Dispo also ohne irgendetwas herunterzuladen
  • Eine geteilte Ablage trennt Crew- und Kundenordner, und im Kundenordner liegen nur freigegebene PDFs — nie interne Arbeitsexporte
  • Feedback kommt als Kommentar am abgelegten PDF und wandert als eine bewusste Änderung zurück nach TillyGen, nicht als verstreute Einzeledits

Schritt für Schritt

In dieser Reihenfolge geht es am schnellsten:

  1. Lege eine geteilte Ablage für die Produktion an, mit getrennten Bereichen für Crew und Kunde — ein falsch verschickter Link kann so nie interne Kosten offenlegen.
  2. Exportiere den Plan aus TillyGen: PDFs zum Lesen, die Shotlist zusätzlich als CSV für alle, die eine sortierbare Ansicht wollen.
  3. Öffne das CSV in Google Sheets und speichere Gewerke-Ansichten — gefiltert nach Location, Drehtag oder Equipment — als klar benannte Arbeitskopien.
  4. Gib dem Kunden Leserechte nur auf freigegebene PDFs und sammle seine Anmerkungen als Kommentare an einem Ort statt in parallelen Mail-Verläufen.
  5. Trage Entscheidungen aus den Kommentaren zurück in TillyGen, exportiere frisch und ersetze die Dateien — die Sheet-Ansichten sind aus dem neuen CSV in Minuten neu gebaut.

Typische Stolperstellen

Was in der Praxis am häufigsten schiefgeht:

  • Eine Sheets-Kopie der Shotlist, die jemand zu bearbeiten beginnt — zwei Wochen später ist sie ein Schattenplan, der TillyGen in elf Zeilen widerspricht
  • Berechtigungswildwuchs: Dateien werden Person für Person geteilt statt über die Ablagestruktur, bis niemand mehr weiß, was der Kunde wirklich öffnen kann

Mit TillyGen

Drive speichert und teilt, was TillyGen erzeugt; der zusammenhängende Plan — vom Briefing über die Shotlist bis zur Dispo — lebt weiter in TillyGen. Sheet-Ansichten sind Wegwerfware, der Plan nicht.

Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.

Häufige Fragen

Kann das Team nicht gleich in Google Sheets planen?

Sheets kann Tabellen, aber ein Produktionsplan ist verbundene Information: Ändert sich eine Szene, bewegen sich Shotlist, Drehplan und Dispo mit. Diese Abhängigkeitskette pflegt TillyGen — Sheets zeigt Ausschnitte davon.

Wie aktuell sind die CSV-Ansichten in Drive?

Genau so aktuell wie der letzte Export. Behandle sie wie ausgedrucktes Papier: gut für einen Drehtag, nach jeder relevanten Planänderung aus einem frischen Export neu gebaut.

Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?

Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.

Lassen sich die Ergebnisse exportieren?

Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.