Castinglisten-Vorlage

Casting-Entscheidungen verstreuen sich über Chats, Tapes und Erinnerungen — die Castingliste macht daraus eine vergleichbare Tabelle.

Worum es geht

In der zweiten Suchwoche sind vierzig Tapes über fünf Kanäle eingetroffen, und drei Menschen halten Meinungen in drei Formaten. Die Liste sammelt das Chaos ein: eine Zeile pro Kandidatin, Agenturkontakt, Tape-Link, Verfügbarkeit gegen die echten Drehtermine, Gagenvorstellung, Konfektionsgrößen für Kostüm, Callback-Status, Entscheidungsnotizen. Ihre Disziplin zahlt sich am Ende aus — sagt der Favorit ab, beantwortet die Liste, wer Zweite war und warum, statt die Debatte neu zu starten. Die Personendaten darauf unterliegen dem Datenschutz: Zugriff klein halten, nach dem Projekt löschen.

Die Vorlage ist der Ausgangspunkt, nicht das Ziel: Sobald sie zweimal von Hand ausgefüllt wurde, lohnt sich die Frage, ob das Dokument nicht aus dem Plan entstehen sollte.

Was hier anders läuft

Konkret heißt das in der Planung:

  • Eine Zeile pro Kandidat mit Agentur, Kontakt und Tape-Link, damit niemand vier Postfächer nach dem guten Tape durchsucht
  • Verfügbarkeit gegen die echten Dreh- und Anprobetermine geprüft, mit Datum der Prüfung — Verfügbarkeit altert schnell
  • Gagenvorstellung und Größen beim Erstkontakt erfasst, denn beides fragt sich schlecht zweimal
  • Eine Statusspalte von vorgeschlagen über Callback bis Angebot, plus ein Notizfeld, das Gründe festhält, nicht nur Ergebnisse

Schritt für Schritt

In dieser Reihenfolge geht es am schnellsten:

  1. Leg die Liste an, wenn das Briefing rausgeht, mit Spalten, die vor dem ersten Tape vereinbart sind.
  2. Trag jeden Vorschlag bei Eingang mit Quelle und Datum ein und parke Dubletten sofort — zwei Agenturen werden dieselbe Person schicken.
  3. Sammle die Sichtungsmeinungen in der Liste selbst, kurz und namentlich, statt in parallelen Chat-Verläufen.
  4. Erstelle die Shortlist gegen das Briefing, prüfe Verfügbarkeit auf der Shortlist erneut und notiere das Prüfdatum.
  5. Führe Callbacks durch, halte Ergebnisse in der Statusspalte fest und schreib zu jedem Nein den Grund.
  6. Nach Annahme des Angebots informiere die Zweitplatzierten — und reduziere die Liste dann auf das, was die Produktion behalten muss, und lösch den Rest.

Typische Stolperstellen

Was in der Praxis am häufigsten schiefgeht:

  • Meinungen leben in Chats, sodass die finale Debatte drei Wochen verstreuter Reaktionen rekonstruiert
  • Verfügbarkeit einmal beim Vorschlag geprüft und vor dem Angebot nie wieder
  • Die Liste voller Personendaten breit geteilt und ewig aufgehoben — genau das, was der Datenschutz untersagt

Mit TillyGen

Die Drehtage, für die eine Kandidatin verfügbar sein muss, kommen direkt aus dem TillyGen-Drehplan — die Verfügbarkeitsspalte prüft gegen echte Daten statt gegen eine ungefähre Woche.

Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.

Häufige Fragen

Wie groß sollte die Shortlist sein?

Klein genug für eine echte Diskussion, groß genug, um eine Absage zu überleben — pro Rolle schlägt eine Handvoll Namen mit geprüfter Verfügbarkeit zwanzig Vielleichts. Prüftiefe zählt mehr als Länge.

Was passiert nach der Entscheidung mit den Casting-Daten?

Behalte, was das Engagement braucht — Daten der besetzten Person, Verträge — und lösche die übrigen Kandidaten nach dem Projekt. Vermerke die Löschung; genau danach fragen Prüfungen.

Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?

Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.

Lassen sich die Ergebnisse exportieren?

Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.